Lipödem-Behandlung in Berlin

Ein Lipödem ist eine Erkran­kung, die durch die krank­hafte, chroni­sche und seiten­gleiche Vermeh­rung des Unter­haut­fett­ge­webes charak­te­ri­siert wird.

Wir können Ihnen helfen. Erfahren Sie hier alles Wichtige zur Lipödem-Behandlung in Berlin:

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QUICK-FACTS

Eingriffs­dauer

je nach Fettmenge

Narko­seart

in der Regel Vollnar­kose

Klinik­auf­ent­halt

wird je nach Umfang empfohlen

Vor dem Eingriff

Nüchtern­heit vor Opera­ti­onstag, keine blutver­dün­nenden Medikamente

Nach dem Eingriff

Heilungs­pro­zess ca. 4–6 Wochen

Kosten

ab 3.500 €; exklu­sive Narkosekosten

Narben

sehr leichte Narben der Einstiche. Leicht zu verdecken.

Welche anderen Bezeich­nungen gibt es für ein Lipödem?

Andere Bezeich­nungen für das Krank­heits­bild sind Säulen­bein, Lipohy­per­plasia dolorosa, Adipo­sitas dolorosa oder Lipalgie. Die meisten dieser Bezeich­nungen entstanden aufgrund der klini­schen Sympto­matik der Gewebs­ver­meh­rung und der beglei­tenden Schmerzen.

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Was ist der Unter­schied zwischen Lymphödem und Lipödem?

Das Lipödem ist eine angebo­rene Fettver­tei­lungs­stö­rung mit vorerst ungestörtem Lymph­ab­fluss. Beim Lymphödem handelt es sich entweder um eine angebo­rene Fehlbil­dung (primär) oder um eine Schädi­gung (sekundär) des Lymph­sys­tems. Ein Lipödem schließt das Auftreten eines Lymphö­dems jedoch nicht aus.

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Wie erkennt man, dass es sich um ein Lipödem handelt?

Charak­te­ris­tisch für das Lipödem ist die gleich­mä­ßige Vertei­lung des Fetts, vorder­gründig an den Beinen und in den meisten Fällen auch an den Armen unter Ausspa­rung des Stammes, der Füße und Hände, was zu einer deutlich unför­migen Körper­sil­hou­ette führt. Die Betrof­fenen klagen über Schmerzen, Ödeme und sehr leicht zu verur­sa­chende blaue Flecken.

Was sind die Ursachen für ein Lipödem?

Die Ursachen für das Lipödem sind weitest­ge­hend ungeklärt. Vermutet werden eine geneti­sche Vorbe­las­tung und ein Zusam­men­hang mit den weibli­chen Geschlechts­hor­monen für die massen­hafte Vermeh­rung der Fettzellen. Im Gegen­satz zur Fettsucht (Adipo­sitas) liegt im Fettge­webe von an Lipödem Erkrankten nicht eine Vergrö­ße­rung (Hyper­tro­phie), sondern eine deutliche Vermeh­rung (Hyper­plasie) von Fettzellen vor. Nicht verant­wort­lich für die Fettein­la­ge­rungen sind somit Fehlernäh­rung oder mangelnde sport­liche Betätigung.

Das Fettge­webe ist sehr gut durch­blutet, sodass folglich auch mehr Lymph­flüs­sig­keit entsteht (sie ist sozusagen das Filtrat des Bluts, welches nicht über die kleinsten venösen Gefäße wieder aufge­nommen wird). Vermutet wird eine Schädi­gung der Neubil­dung von Blutge­fäßen (Angio­ge­nese) und ein Defekt der Kapil­laren, also der kleinsten Blutge­fäße (Mikro­an­gio­pa­thie). Ihre Durch­läs­sig­keit ist beim Lipödem erhöht und führt unwei­ger­lich zu einem vermehrten Flüssigkeits- und Eiweiß­aus­tritt ins Gewebe. Dieser kann durch das Lymph­system nicht ausrei­chend kompen­siert werden, sodass es trotz funktio­nie­renden Lymph­ab­flusses zur ödema­tösen Schwel­lung kommt. Dies ist häufig der Grund für die Schmerz- und Druck­emp­find­lich­keit der Erkrankten. Das ebenfalls aus den Kapil­laren heraus­ge­tre­tene Eiweiß verur­sacht im Gewebe entzünd­liche Prozesse und daraufhin Verhär­tungen und Vernar­bungen der Lymph­ge­fäße. Folglich kann ein fortge­schrit­tenes Lipödem auch Ursache eines sekun­dären Lymphö­dems sein. Zur erhöhten Durch­läs­sig­keit der Kapil­laren kommt bei Lipöd­em­pa­ti­enten auch die Empfind­lich­keit derselben hinzu, die sich in der verstärkten Neigung zu blauen Flecken äußert.

Wer ist in der Regel betroffen?

Vom Lipödem betroffen sind in der Regel nur Frauen. In sehr seltenen Fällen kann ein dem Lipödem ähnli­ches Bild auch bei vorer­krankten Männern auftreten, die unter einem gestörten Hormon­haus­halt leiden.

Wann tritt ein Lipödem in der Regel auf?

Typischer Weise tritt ein Lipödem bei jungen Frauen vorwie­gend bis zum dritten Lebens­jahr­zehnt auf. Es sind Fälle nach Schwan­ger­schaft aber auch nach der Menopause (letzte Regel­blu­tung) beschrieben worden. Ein genauer Zusam­men­hang mit Alter oder Hormon­status kann also nicht gezogen werden.

Wenn es sich um eine Erkran­kung handelt, wer stellt die Diagnose?

Da die Diagnose des Lipödems weitest­ge­hend klinisch erfolgt, sich also nach den Symptomen der Patien­tinnen richtet, kann jeder Arzt sie stellen. Das Krank­heits­bild wird jedoch häufig nicht erkannt und missin­ter­pre­tiert. Sollten Sie ähnliche Beschwerden haben, ist somit ein Arzt mit lympho­lo­gi­schem Schwer­punkt zu empfehlen, da dieser um die mögliche Diffe­ren­ti­al­dia­gnosen weiß und mit dem Beschwer­de­bild des Lipödems bestens vertraut ist.

Wie verläuft die Erkran­kung bzw. welche Schwe­re­grade gibt es?

Die Erkran­kung verläuft fortschrei­tend (progre­dient) und wird in vier Stadien einge­teilt: Im Stadium I liegen eine normale Hautober­fläche und ein leicht verdicktes Unter­haut­fett­ge­webe mit kleineren Knoten vor. Im Stadium II ist die Hautober­fläche bereits uneben und es sind größere Knoten im Fettge­webe darunter tastbar. Stadium III zeichnet sich durch große Dellen und Wülste, Knoten und Fettlappen an Knien und Oberschen­keln aus und im Stadium IV liegt ein durch das Lipödem verur­sachtes Lymphödem vor (Lipolymphödem).

Helfen Diäten oder Sport bei einem Lipödem?

Charak­te­ris­tisch für das Krank­heits­bild des Lipödems ist, dass Diäten und Sport grund­sätz­lich frustran sind und nicht zum Gewichts­ver­lust führen.

Welche Thera­pien gibt es?

Zur Therapie des Lipödems stehen die konser­va­tive Therapie des Lymphö­dems (komplexe Entstau­ungs­the­rapie, also Lymph­drai­nage, Kompres­sion und Entstau­ungs­gym­nastik) und die Fettab­sau­gung (Liposuk­tion) zur Verfügung.

Ist eine vollstän­dige Heilung möglich?

Nach Liposuk­tion ist in Kombi­na­tion mit postope­ra­tiver komplexer Entstau­ungs­the­rapie eine deutliche Besse­rung der Beschwerden zu erwarten. Von einer vollstän­digen Heilung kann leider nicht ausge­gangen werden.

Wann ist ein opera­tiver Eingriff sinnvoll bzw. erforderlich?

Da die Erkran­kung chronisch und fortschrei­tend verläuft, ist ein opera­tiver Eingriff in Form der Liposuk­tion zeitnah nach Diagno­se­stel­lung sehr sinnvoll.

Was passiert vor der Lipödem OP?

Gibt es verschie­dene Methoden, um ein Lipödem zu behan­deln / zu entfernen?

Es gibt verschie­dene Methoden der Liposuk­tion, von denen für die Therapie des Lipödems in unserer Praxis die Wasserstrahl-assistierte Liposuk­tion (WAL) und Tumeszenz-Liposuktion (TLA) zur Verfü­gung stehen.

Bessern sich die Beschwerden durch eine Fettabsaugung?

Durch eine Fettab­sau­gung können die Beschwerden durchaus gebes­sert werden. Häufig werden die Schmerzen gelin­dert, zum Teil die Neigung zu blauen Flecken verrin­gert und die Bildung von Ödemen minimiert. Zudem wird der Körper durch die Fettab­sau­gung kontu­riert und proportioniert.

Was muss ich vor der OP beachten?

Es ist darauf zu achten, dass Sie für mindes­tens sechs Stunden vor der Opera­tion nichts essen und für mindes­tens zwei Stunden davor nichts trinken (vorher sind kleine Mengen an Wasser und ungesüßtem Tee erlaubt). Sie werden nach dem Eingriff für ca. eine bis zwei Wochen nicht arbeits­fähig sein, sodass es ratsam ist, sich für diesen Zeitraum vom Berufs­alltag fernzu­halten. Um ein optimales postope­ra­tives Ergebnis zu errei­chen, sollten sie bereits vor der Opera­tion die anste­henden Lymph­drai­nagen und beglei­tenden Entstau­ungs­the­ra­pien reservieren.

Wie viele OPs sind notwendig?

Bei einer OP können wir bis zu fünf Liter Fett absaugen. Da vor der Absau­gung, wie beschrieben, Flüssig­keit infil­triert wird, kann es bei größeren Absaug­vo­lu­mina zum Flüssig­keits­über­schuss für den Körper kommen. Wenn Ihr Befund einer ausgie­bi­geren Liposuk­tion bzw. Fettab­sau­gung bedarf, so sind Folge­ein­griffe zur weiteren Reduzie­rung des Fetts jedoch nach ca. drei Monaten durchführbar.

Wie vollständig kann ein Lipödem entfernt werden?

Ein Lipödem kann meist nur deutlich reduziert und die Beschwerden gelin­dert werden. Eine Heilung können wir nicht versprechen.

Welche Vorun­ter­su­chungen sind notwendig?

Vor der Fettab­sau­gung ist die klare Diagnose obligat. Häufig bleibt ein Lipödem unerkannt und wird mit einem Lymphödem verwech­selt. Ist dies umgekehrt der Fall, so ist eine Liposuk­tion hier bei uns in Berlin nicht indiziert. Ob und welche Vorun­ter­su­chungen notwendig sind, erfahren Sie in einem ausführ­li­chen Beratungs­ge­spräch in unserer Praxis­klinik in Berlin.

Welche Medika­mente sollten vor einer OP nicht einge­nommen werden?

Wie vor jedem opera­tiven Eingriff dürfen Sie keine blutver­dün­nenden Medika­mente (wie z. B. ASS) einnehmen. Bei anderen Medika­menten bitten wir Sie um Rücksprache mit uns, Ihrem Hausarzt oder unserem Narkosearzt.

Auf welche Genuss­mittel sollte im Vorfeld und wie lange verzichtet werden?

Zwei Wochen vor und vier Wochen nach der OP sollten Sie wenn möglich auf das Rauchen verzichten oder die Anzahl der Zigaretten reduzieren, da das Nikotin sich negativ auf die Wundhei­lung und die bei Betrof­fenen eh schon gestei­gerte Hämatom­nei­gung auswirkt.

Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Wie schnell Sie einen Termin bekommen, ist von der Auslas­tung unseres Termin­ka­len­ders abhängig. Rufen Sie uns gern in unserer Praxis­klinik Berlin-Mitte am Gendar­men­markt an und verein­baren Sie einen Beratungs­termin.

Wie lange sollte ich mich beurlauben lassen?

Wir raten zu einer Beurlau­bung von ein bis zwei Wochen, da Sie nach dem Eingriff wahrschein­lich noch leichte Schmerzen haben und die betrof­fenen Areale noch deutlich geschwollen und bluterguss­un­ter­laufen sein werden.

Welche Unter­lagen werden vor dem Eingriff benötigt?

Alle benötigten Unter­lagen erhalten Sie von uns. Wir werden diese dann zu gegebenem Zeitpunkt anfor­dern. Von Vorteil ist es, wenn sie etwaige Arztbriefe zur Diagnose und ggf. Therapie bereits zum Beratungs­ge­spräch mitbringen.

Ablauf der Lipödem Entfernung?

In welchen Schritten verläuft die Entfer­nung eines Lipödems?

Die Entfer­nung des Lipödems gleicht der normalen Fettab­sau­gung und kann mit den bereits bekannten Methoden (WAL und TLA) durch­ge­führt werden. Vor der eigent­li­chen Absau­gung wird über kleine Stichin­zi­sionen eine Lösung (Tumse­zenz­lö­sung) einge­spritzt, die zum Großteil aus Kochsalz­lö­sung besteht. Zusätz­lich enthält sie das Hormon Adrenalin, um die Blutung zu minimieren, und das örtliche Betäu­bungs­mittel Lidocain. Nach einer gewissen Einwirk­zeit folgt die Liposuk­tion mit stumpfen Kanülen um die Beschä­di­gung von empfind­li­chen Struk­turen zu reduzieren. Wenn genug Fett an entspre­chenden Arealen entfernt wurde, wird zur nächsten Region überge­gangen. Ob genügend Fett entfernt wurde, erkennen wir daran, wie sich der Hautmantel nach der Fettab­sau­gung anfühlt. Dies erfor­dert einige Erfah­rung um bestimmte Areale nicht zu „übersaugen“ und keine unlieb­samen Dellen und Kontur­un­re­gel­mä­ßig­keiten hervorzurufen.

Sollten nach der ersten Liposuk­tion in Berlin weiterhin Regionen mit einem sympto­ma­ti­schen Lipödem verbleiben, können wir nach 3 Monaten die nächste Liposuk­tion planen. Bitte planen Sie beglei­tend immer Lymph­drai­nagen bzw. Entstau­ungs­the­ra­pien ein, um das beste opera­tive Endergebnis zu erzielen.

Wie lange dauert der Eingriff?

Die Dauer des Eingriffs bemisst sich an der abzusau­genden Fettmenge. Diese bemisst einer unserer Ärzte mit Ihnen im Beratungs­ge­spräch und wird Ihnen dann eine ungefähre OP-Zeit mitteilen können.

Ist ein Klinik­auf­ent­halt nötig?

Das ist abhängig vom Ausmaß des Befundes. Beim Lipödem handelt es sich meist um große Absaug­vo­lu­mina, so dass ein Aufent­halt in unserer Einrich­tung in Berlin empfeh­lens­wert ist. Sie werden bei uns rund um die Uhr von exami­nierten Pflege­kräften betreut.

Wer führt die Opera­tion durch?

Die Opera­tion wird von Herrn Dr. Volker Rippmann oder von Herrn Chris­tian Roessing durch­ge­führt. Beide sind sehr erfah­rene Fachärzte für Plasti­sche und Ästhe­ti­sche Chirurgie und seit vielen Jahren versierte Opera­teure auf dem Gebiet der Liposuk­tion. Assis­tiert wird Ihnen dabei häufig von ihrer langjäh­rigen Assis­tentin Frau Dr. Sophia Deter.

Welche Narkose wird empfohlen?

Für ausge­dehnte Fettab­sau­gungen empfehlen wir immer eine Vollnar­kose. Bei kleineren Korrek­tur­ein­griffen kann auch eine lokale Betäu­bung ausrei­chend sein. Welche Art der Narkose für Sie optimal wäre, teilen wir Ihnen gern im Rahmen des Beratungs­ge­sprä­ches mit.

Wie es nach der Lipödem OP weitergeht?

Ab wann ist das Ergebnis des Eingriffs sichtbar?

Das endgül­tige Ergebnis ist ungefähr vier bis sechs Monate nach dem letzten Eingriff sichtbar. Erste Tendenzen können Sie jedoch nach ca. sechs bis acht Wochen schon erkennen.

Muss ich Kompres­si­ons­ver­bände oder Ähnli­ches nach der OP tragen und für wie lange?

Sie müssen nach der Opera­tion ein Kompres­si­ons­mieder an entspre­chenden Arealen tragen. Dieses wird Ihnen bereits im OP-Saal angezogen und verrin­gert in den nächsten vier bis sechs Wochen die Schwellung.

Welche Medika­mente werden eingesetzt?

In der Tumes­zenz­lö­sung befinden sich neben der Kochsalz­lö­sung das Hormon Adrenalin zur Minimie­rung der Blutung und das örtliche Betäu­bungs­mittel Lidocain sowie die Puffer­sub­stanz Natri­um­hy­dro­gen­kar­bonat. Weiterhin bekommen Sie durch den Narko­se­arzt entspre­chende Narko­se­me­di­ka­mente, Schmerz­me­di­ka­mente und ein Antibio­tikum.

Was ist nach einer OP zu beachten?

Nach der Opera­tion ist die Kompres­si­ons­wä­sche rund um die Uhr zu tragen. Aus den Einstich­stellen kann in den ersten zwei Tagen noch Flüssig­keit austreten, was aber normal ist und Sie nicht beunru­higen sollte. Gerade die Beine neigen postope­rativ zu Schwel­lungen. Bei sehr starker Ausprä­gung und Verfär­bung, bitten wir Sie, sich zeitnah bei uns vorzu­stellen. Für Notfälle erhalten Sie eine Telefon­nummer von uns, unter der wir jeder­zeit erreichbar sind.

Wie lange werden blaue Flecken und/oder Schwel­lungen zu sehen sein?

Die blauen Flecken bilden sich in etwa nach zwei Wochen zurück, geschwollen kann das abgesaugte Areal aber bis zu sechs Monaten postope­rativ sein.

Wie kann ich den Heilungs­pro­zess am besten unterstützen?

Mit einer schonenden Lymph­drai­nage kann die Schwel­lung reduziert werden. Dabei werden die entspre­chenden Areale (beim Lipödem also Beine und Arme) in Richtung Körper­mitte ausgestrichen.

Ist Bettruhe erforderlich?

Körper­liche Schonung kann in den ersten Tagen nicht schaden. Um die Schwel­lung zu mobili­sieren und das Risiko für eine Throm­bose zu verrin­gern, ist die zeitnahe leichte körper­liche Aktivität zu empfehlen. Bettruhe ist nicht erforderlich.

Welche Tätig­keiten sollte ich nach der OP unterlassen?

Sie sollten nach der OP jegliche sport­liche Tätig­keit oder hohe körper­liche Belas­tung unter­lassen, weil diese sich negativ auf die Schwel­lung auswirken. Sie können jeder­zeit duschen, baden aber erst nach Entfer­nung der Fäden. Bitte tragen Sie das Kompres­si­ons­mieder so lange wie möglich und ziehen sie es nur zum Duschen/Baden aus oder um es zu waschen.

Ab wann kann ich wieder Sport machen?

Sport­liche Tätig­keiten sind nach Ablegen des Mieders, also nach vier bis sechs Wochen wieder erlaubt.

Wann bin ich wieder arbeitsfähig?

Ob und wann Sie wieder arbeits­fähig sind, hängt von ihrem Arbeits­platz ab. Wir empfehlen eine Beurlau­bung von ein bis zwei Wochen, bei körper­lich anstren­gender Arbeit ist eine längere Auszeit jedoch ratsam.

Gibt es bestimmte Kosmetika/Cremes, die nach der OP nicht verwendet werden dürfen?

Sie können Ihre alltäg­liche Pflege auch nach der Opera­tion weiter verwenden. Fragen Sie bei Ihrem Beratungs­ge­spräch gerne nach, wenn Sie sich bezüg­lich Ihrer Kosme­tika unsicher sind.

Welche Pflege­cremes werden nach der Behand­lung empfohlen?

Für die Narben­pflege empfehlen wir nach Fadenzug pflegende Salben oder Öle (z. B. Bepan­then). Sind die Krusten abgefallen, so können die Narben mit Silikongel versorgt werden, mit dem Sie die Narben massieren, sodass sie möglichst schnell verblassen.

Kann das Lipödem nach der OP wieder zurückkehren?

Die Liposuk­tion führt zur dauer­haften Reduk­tion der Beschwerden. Aller­dings können durch eine fortschrei­tende Erkran­kung auch die charak­te­ris­ti­schen Symptome wieder auftreten. Daher empfiehlt es sich dauer­haft in fachärzt­liche Behand­lung zu begeben.

Inwie­weit sind Korrek­turen nach einer OP möglich?

Nach der Opera­tion oder den Folge­ein­griffen, sind Korrek­turen jeder­zeit möglich. Unsere Ärzte sind jedoch stets darauf bedacht, dass diese erst gar nicht nötig werden.

Wie teuer ist eine Fettab­sau­gung für die unter­schied­li­chen Problemzonen?

Die Kosten für eine Fettab­sau­gung bei Lipödem sind den Kosten einer konven­tio­nellen Fettab­sau­gung sehr ähnlich. Eine Region (z.B. Oberschen­ke­lin­nen­seiten) kostet 1500€, bei weiteren Regionen summieren sich diese je nach Ausmaß. Hinzu kommen die Kosten für die Narkose, die Kompres­si­ons­wä­sche und ggf. Übernach­tung. Die genauen Kosten werden im Beratungs­ge­spräch mit Ihnen kalkuliert.

Gibt es Finan­zie­rungs­mo­delle wie Ratenzahlung?

Wir arbeiten mit einem externen Kredit­in­stitut zusammen, die Finan­zie­rungs­mo­delle werden über die Firma Medipay beantragt.

Übernehmen Kranken­kassen den Eingriff?

Aus rein ästhe­ti­schen Gründen werden die Kranken­kassen den Eingriff nicht übernehmen. Da bei Ihnen jedoch meist ein krank­hafter Befund (Diagnose Lipödem) vorliegt, kann es sein, dass die Kranken­kassen die Kosten für die Behand­lung tragen. Hierzu ist es meist notwendig einen detail­lierten Befund­be­richt zu schreiben, um die Kranken­kassen von Ihrem Leidensweg in Kenntnis zusetzten. Die genauen Umstände werden wir Ihnen gerne im Beratungs­ge­spräch erläutern.

Bleiben Narben nach dem Eingriff zurück?

Nach dem Eingriff bleiben kleine punkt- oder strich­för­mige Narben zurück, über deren Größe und Lokali­sa­tion Sie in Ihrem Beratungs- oder Vorge­spräch infor­miert werden. Meist liegen diese aber in unauf­fäl­ligen Regionen, so dass diese später kaum sichtbar sind.

Welche Risiken gibt es grundsätzlich?

Wie bereits erwähnt, lassen sich bei der Fettab­sau­gung Hämatome und Schwel­lungen der betrof­fenen Regionen nicht vermeiden. Sie wirken aber der Schwel­lung durch ein konse­quentes Tragen des Kompres­si­ons­mie­ders entgegen. Generell kann direkt nach der Opera­tion das endgül­tige Ergebnis noch nicht abgeschätzt und somit auch verblie­bene Asymme­trien erst nach ca. sechs Monaten beurteilt werden. In seltenen Fällen muss daraufhin eine kleine Korrektur durch­ge­führt werden.

Wodurch können Kompli­ka­tionen entstehen?

Schwer­wie­gende Kompli­ka­tionen bei der Fettab­sau­gung sind in der Literatur zwar beschrieben worden, aber zumeist auf die mangelnde Erfah­rung des Opera­teurs und eine unsach­ge­mäße Durch­füh­rung des Eingriffs zurück­zu­führen. Herr Roessing und Herr Rippmann sind auf dem Gebiet der ästhe­ti­schen Chirurgie sehr erfahren, sodass Sie sich dahin­ge­hend nicht sorgen müssen. Sie werden in Ihrem Beratungs­ge­spräch detail­liert über alle mögli­chen Kompli­ka­tionen der Liposuk­tion / Fettab­sau­gung in Berlin aufgeklärt.

Wie hoch ist das Risiko einer Infektion?

Die Fettab­sau­gung ist eine Opera­tion und wird demnach unter sterilen Bedin­gungen durch­ge­führt, was das Risiko einer Infek­tion deutlich verrin­gert. Während des Eingriffs erhalten sie zudem ein Antibio­tikum, das Ihnen postope­rativ für mindes­tens fünf Tage in Tablet­ten­form weiter von uns verschrieben wird.

Können Nerven oder Muskeln beschä­digt werden?

Trotz der bei der Durch­füh­rung der Liposuk­tion verwen­deten stumpfen Kanülen und sorgfäl­tigen Arbeits­weise, kann es zur Beschä­di­gung kleinster Hautnerven kommen. Diese äußert sich im betrof­fenen Gebiet als Missemp­fin­dung oder Taubheit, bildet sich aber meist binnen sechs Monaten wieder zurück. Nach der Opera­tion werden sie wahrschein­lich einen muskel­ka­ter­ar­tigen Schmerz verspüren, der aus der Reizung der den Muskel umgebenden Faszie resul­tiert. Eine Schädi­gung der Muskeln tritt aber nicht auf.

Welche bleibenden Schäden sind möglich?

Selten treten bleibende Schäden wie ein dauer­haftes Taubheits­ge­fühl, Dellen oder Einzie­hungen auf. Wir versu­chen diese mittels schonender Absau­gung zu vermeiden.

Wie hoch ist das Risiko, eine Korrektur machen zu müssen?

Sollten nach dem letzten Eingriff Asymme­trien durch verblie­bene Fettpolster oder Dellen entstehen, so wird eine Korrektur notwendig. Diese führen wir nach deutli­chem Rückgang der Schwel­lung und je nach Ausmaß meist in örtli­cher Betäu­bung und ambulant durch.

Wie hoch ist das Risiko für Dellen und dafür, dass zu viel Fett abgesaugt wird?

Aufgrund der langjäh­rigen Erfah­rung unserer Ärzte ist das Risiko für eine „Übersau­gung“ gering. Generell ist für schlanke Patien­tinnen und für Patien­tinnen mit Binde­ge­webs­schwäche das Risiko für Dellen­bil­dung und Einzie­hungen erhöht. Beim Lipödem ist das Unter­haut­fett­ge­webe aber stark verdickt, sodass die Wahrschein­lich­keit, dass zu viel Fett entfernt wird, gering ist.

Besteht das Risiko, dass zu wenig Fett abgesaugt wird?

Eine Absau­gung von über fünf Litern Fett ist wegen mögli­cher Kompli­ka­tionen meist nicht empfeh­lens­wert. Bei Lipödem-Patientinnen liegen häufig ausge­präg­tere Befunde vor, sodass es meist nicht bei einem Eingriff bleibt. Sollten nach dem letzten Eingriff noch Asymme­trien durch Fettpolster bestehen, können diese selbst­ver­ständ­lich noch entfernt werden.

Kann ich mich recht­lich vor Fehlein­griffen absichern?

Sie können bis spätes­tens einen Tag vor der Opera­tion einen Versi­che­rungs­an­trag für eventuell anfal­lende Folge­kosten bei einem Versi­che­rungs­in­stitut einrei­chen und erhalten so einen Versi­che­rungs­schutz für ein bis zwei Jahre. Wir händigen Ihnen im Rahmen des Beratungs­ge­sprä­ches gern entspre­chende Unter­lagen aus.

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