Hier finden Sie Fachbegriffe rund um ästhetische und plastische Chirurgie kurz und in knapper Form erläutert.

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A

Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)

Bei Anwendung einer Vollnarkose wird der Patient in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Die Medikation schaltet zusätzlich das Schmerzempfinden aus. Während der Vollnarkose ist auch das selbstständige Atmen der Patienten unterdrückt, weshalb sie künstlich beatmet werden müssen.

Anästhesie

„Zustand der Empfindungslosigkeit“ – Anästhesie sorgt für die vollständige Ausschaltung der Schmerz- und Berührungsempfindung unter Vollnarkose, und auch teilweise bei örtlichen Betäubungen.

Anästhesist

Der Anästhesist ist ein Facharzt, der sich auf die Durchführung von Narkosen spezialisiert hat. Seine Aufgabenbereiche umfassen die Anästhesie (Vorbereitung und Durchführung von Narkosen), sowie deren Überwachung während und nach einer Operation.
Er ist ebenfalls für die Schmerztherapie zuständig, die auch postoperativ für die Linderung von Leiden sorgt.

Antibiotikum

Antibiotika sind Medikamente, die in der Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten verwendet werden. Man setzt sie bei der Therapie von Wundinfektionen, aber auch vorbeugend während oder nach Operationen ein.

Antivirale Medikamente

Sind Medikamente, die die Vermehrung von Viren hemmen. Man kann z.B. Aciclovir vorbeugend vor einer Behandlung mit Hyaluronsäure-Fillern verabreichen, um bei entsprechender Neigung das Risiko der Entwicklung von Herpesbläßchen zu minimieren.

Apostasis otum

Der Begriff Apostasis otum bedeutet abstehende Ohren. Mit einer Otoplastik (Ohranlegeplastik), kann dieses Zustandsbild behandelt werden.

Areola

Areola bezeichnet in der Anatomie den Brustwarzenvorhof. Mit einem chirurgischen Eingriff, der Areolaverkleinerung, kann man die Größe der dunklen, pigmentierten Haut um die Brustwarze (Warzenvorhof) verkleinern.

Arm Lifting

Englische Bezeichnung für Oberarmstraffung – Genauere Informationen finden Sie dort.

Ästhetische Chirurgie

Ästhetische Chirurgie umfasst chirurgische Verfahren zur Verbesserung der körperlichen Erscheinung. Änderungen am eigenen Aussehen sind also das Hauptmotiv. Störende Konturen (z.B. Nase, Kinn), altersbedingte Erscheinungen, körperliche Veränderungen nach einer Schwangerschaft oder Gewichtsabnahme können korrigiert werden.

Augmentation

Augmentation bedeutet wörtlich Vermehrung, Zuwachs. In der Medizin steht es für Vergrößerung. In der Ästhetischen Chirurgie umfasst dies Brust-, Gesäß- oder auch Lippenvergrößerungen.

Axillär

Medizinischer Begriff für den Achselbereich.

B

B

Bauchnabelplastik

Hierbei handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff zur Korrektur des Bauchnabels.

Bauchdeckenstraffung

Die Bauchstraffung (Abdominoplastik) ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem überschüssiges Fett- und Hautgewebe in der Bauchregion entfernt wird. Die Einschnitte werden so am Unterbauch gewählt, dass sie später in Bikini- oder Unterhose versteckt sind.

Blepharoplastik

Bei der Blepharoplastik handelt es sich um eine Lidstraffung. Die Operation dient der Korrektur und Neugestaltung der Augenlider. Es gibt sowohl Oberlid-, als auch Unterlidplastiken.

Body Dysmorphic Disorder (BDD)

Nähere Informationen finden Sie unter dem Punkt Körperschemastörung

Botox

Botox ist die Abkürzung für Botulinum Toxin. Es gibt verschiedene Botoxgruppen. Typ A wird bei ausgewählten neurologischen Erkrankungen und Hyperhidrose (= übermäßige Schweißproduktion) angewandt.

Andere Botulinum-Toxin-Produkte, wie Vistabel, Azzalure, Xeomin, Dysport etc. werden für kosmetische Indikationen („Krähenfüße“, Zornesfalte, Lachfalten) verwendet.

Wir verwenden hier auf der Webseite Umschreibungen, dieses hat mit dem Arzneimittelwerbegesetz zu tun. Wenn Sie also Ausdrücke finden wie „bekanntes muskelrelaxierendes Produkt“ oder „Muskelrelaxans“, so ist damit Botox bzw. Botulinum Toxin gemeint.

Brauenlifting

Mit dem Brauenlifting werden Muskeln und Gewebe oberhalb der Augenbraue angehoben, und somit Falten in dieser Region reduziert. Zusätzlich wird dadurch die Position der Augenbrauen (meist nach oben) korrigiert.

Breast Implants

Englische Bezeichnung für Brustimplantate. Sie bestehen aus einer Silikon-Gummi-Hülle und sind mit Silikongel gefüllt.

Bruststraffung

In der Medizin als Mastopexie bezeichnet, ist ein chirurgischer Eingriff, mit dem die Brust nach einer Schwangerschaft, Gewichtsverlust oder alters-/ anlagebedingt hängende Brüste wieder in die gewünschte Form gebracht werden. Man kann dieses Verfahren mit einem Implantat zur Brustvergrößerung kombinieren.

Brustverkleinerung

Bei der Brustverkleinerung wird das Volumen der Brust reduziert und sie wieder in die gewünschte Form gebracht.

C

Cellulite

Cellulite ist eine Hauterkrankung, bei der es zur Dellen- oder Wellenbildung in verschiedenen Arealen der Haut kommt. Häufig davon betroffen sind Gesäß, Oberschenkeln und Hüften, manchmal aber auch die Bauch- oder Oberarmregion.

Collagen

Collagen ist ein Bestandteil des Bindegewebes in der Haut. Manche Kollagenfüllern haben gewisse allergene Komponenten und werden deshalb von manchen Patienten nicht vertragen.

D

Dermaler Filler

Hierbei handelt es sich um injizierbare Medizinprodukte, die zur Auffüllung von altersbedingten Falten oder der Aufpolsterung (Volumisierung) der Unterhaut verwendet werden. Die Hyaluronsäure ist wohl der bekannteste Vertreter dieser Gruppe.

DGPRÄC

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. In der DGPRÄC sind alle Bereiche der Plastischen Chirurgie vertreten: Rekonstruktive Chirurgie, Handchirurgie, Ästhetische Chirurgie und Verbrennungschirurgie.
‚Aufgabe der DGPRÄC ist es insbesondere, die Plastische Chirurgie mit ihren Sektionen in Deutschland als selbstständiges Fach der Chirurgie zu erhalten und weiterzuentwickeln. Sie tritt außerdem für die Harmonisierung von Weiterbildungsinhalten und Weiterbildungszeiten sowie für die kontinuierliche Fortbildung im Fachgebiet innerhalb der Europäischen Union ein.‘ (http://www.dgpraec.de)

E

Eigenfettbehandlung

Bei dieser Behandlungsform wird menschliches Eigenfett, das bei einer Fettabsaugung (Liposuktion) gewonnen und weiterverarbeitet wird, in andere Körperregionen eingespritzt, um z.B. Falten zu reduzieren. Mit dieser Methode ist es auch möglich altersbedingt, verlorenes Volumen im Gesicht oder am Körper wieder aufzufüllen. Der Eingriff kann ausschließlich mit dem eigenen Fettgewebe des Patienten/der Patientin selbst durchgeführt werden!

Emla-Salbe

Die Emla-Creme enthält die Wirkstoffkombination Lidocain und Prilocain, Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Lokalanästhetika. Sie bewirkt nach Auftragung auf die Haut Oberflächenanästhesie, sodass Eingriffe an der Hautoberfläche schmerzfrei durchgeführt werden können. Diese Creme kann vor einer Behandlung mit Botox oder einer Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure verwendet werden.

Epithelgewebe

Es ist eine Sammelbezeichnung für Deck- und Drüsengewebe. Es handelt sich um ein- oder mehrlagige Zellschichten, die alle inneren und äußeren Körperoberflächen bedecken.

F

Facelifting

Bei dem Facelift handelt es sich um eine Operation zur Verjüngung des Gesichtes und auch des Halses. Mit verschiedenen chirurgischen Methoden werden Haut und andere Gewebe (z.B. Muskeln, Fettgewebe) der Unterhaut möglichst narbensparend gestrafft.

Fett

Bezeichnet allgemein menschliches Fettgewebe.

Fetteinspritzung

Weitere Informationen dazu finden Sie unter Eigenfettbehandlung.

G

Genioplastik

Bei der Genioplastik handelt es sich um einen Korrektureingriff am Kinn zur Verbesserung der ästhetischen Erscheinung. Häufig wird er bei einem zurückgesetzten Kinn (mandibuläre Retrognathie), mit Einsetzung eines Implanats auf den Kinnknochen, durchgeführt.

Gesäßaugmentation

Gesäßaugmentation steht für Gesäßvergrößerung. In einem chirurgischen Eingriff wird das Gesäß unter Verwendung von Implantaten, Eigenfett oder Hyaluronsäure (Macrolane) vergrößert. Diese Operation lässt sich mit einer Gesäßstraffung kombinieren.

Gesäßstraffung

Mit dem sogenannte „Po-Lifting“ kann eine Straffung des Gesäßes erreicht werden. Es wird oft mit einer Gesäßaugmentation kombiniert durchgeführt.

Gesichtsstraffung

Ist der allgemeine, deutsche Fachausdruck für Facelifting.

Glabella

Der anatomische Begriff Glabella bezeichnet den Bereich zwischen den Augenbrauen und über der Nase. Die Muskelbewegungen in dieser Region, Musculus corrugator supercilii und Musculus procerus, führen zur Ausbildung von Zornesfalten.

Granuloma

Unter Granuloma versteht man eine kleine Beule unter der Haut. Sie kann sichtbar sein oder auch nur gefühlt werden. Ursächlich ist eine Körperreaktion auf bestimmte Hautfiller, meist semi-permanente oder permanente Filler, nicht oder nur extrem selten bei Hyaluronsäure-basierten Gewebefüllern.

Gynäkomastie

Gynäkomastie bezeichnet die gutartige Vermehrung von Brustdrüsengewebe beim Mann. Sie kann veranlagt sein, oder durch bestimmte Medikamente oder Anabolika hervorgerufen werden. Es gibt zwei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Einerseits die direkte Ausschneidung (Exzision) des überschüssigen Gewebes und anderseits die Fettabsaugung.

H

Halslifting

Auch als Halsstraffung bezeichnet, ist ein Eingriff zur Korrektur und Verbesserung der Halskonturen. Es kann Bestandteil eines Facelifts sein, aber auch als separate Einzeloperation durchgeführt werden. Bei diesem Eingriff strafft man die Haut und Teile des oberflächlichen Halsmuskels (Platysma).

Hauttransplantation

Unter Hauttransplantation versteht man die Übertragung der eigenen Haut von einem Körperareal zu einem anderen, beispielsweise nach Tumorentfernung oder Verbrennungen.

Hyaluronidase (Hylase)

Hierbei handelt es sich um Enzyme, die Hyaluronsäure abbauen. Sie kommen bei unerwünschten Ergebnissen bei Hyaluronsäure-Injektionen zum Einsatz und erlauben einen schnelleren Abbau der Hautfüller.

Hyperhidrose

Übermäßiges Schwitzen wird als Hyperhidrose bezeichnet. Es gibt die Möglichkeit eine Hyperhidrose mit Botox-Injektionen oder mit einer Schweißdrüsenkürettage zu behandeln.

Hyaluronsäure

Die Hyaluronsäure zählt zu den Hauptkomponenten von zellulären Strukturen in unserem Bindegewebe. Hauptbestandteil der meistverwendeten Hautfüller ist synthetische, nicht-tierische Hyaluronsäure.

I

Implantate

Unter einem Implantat versteh man Material, das chirurgisch in den Körper eingebracht wird. (z.B. Silikonkissen bei Brustvergrößerungen)

Intravenös

Intravenös bedeutet übersetzt ‚in eine Vene hinein‘ und bezieht sich auf die Verabreichung eines flüssigen Medikaments oder einer anderen medizinischen Substanz direkt in eine Vene.

Inzision

Inzision heißt übersetzt Einschnitt und steht für das Durchtrennen von Haut und Weichgeweben bei operativen Eingriffen, um ein Operationsgebiet freizulegen.

ISAPS

International Society of Aesthetic Plastic Surgery
Nur Ärzte mit dem internationalen Facharztstandard für Plastische und Ästhetische Chirurgie und mehrjährige Erfahrung in diesem Bereichen vorweisen können, werden als Mitglied akzeptiert.

K

Kanüle

Eine Kanüle ist eine hohle Nadel, die in der Medizin verwendet wird, um in menschliches Gewebe einzudringen und Flüssigkeiten oder Gewebe einzubringen (zu injizieren) oder zu entnehmen. (z. B. Blutentnahme, Fettabsaugung, Unterspritzungen).

Kapselbildung

Die Kapselbildung ist eine natürliche Reaktion des Körpers, wenn fremdartiges Material chirurgisch eingebaut wird. Es bildet sich dann eine Schicht aus Narbengewebe um das nicht körpereigene Objekt (z.B. Brustimplantat). Kommt es zu einer zu starken Ausprägung dieser Schicht, spricht man von einer Kapselfibrose oder Kapselkontraktur.

Kapselfibrose

Von einer Kapselfibrose/-kontraktur spricht man, wenn es zu übermäßiger Kapselbildung um ein Brustimplanat herum kommt und muss in manchen Fällen operativ behandelt werden.

Kapsulektomie

Die Kapsulektomie ist der chirurgische Eingriff zur Behandlung einer Kapselfibrose.

Kinnvergrößerung

Bei einer Kinnvergrößerung werden kleine Implantate unter die Haut gesetzt, um die Form und Größe des Kinns zu korrigieren. Bis zu einem gewissen Maße besteht auch die Möglichkeit eine Vergrößerung oder Formverbesserung des Kinns mit Hyaluronsäureeinspritzungen zu erreichen.

Kollagen

Kollagen ist ein Strukturprotein des Bindegewebes und im menschlichen Körper das am häufigsten vorkommende Eiweiß. Es ist ein wesentlicher organischer Bestandteil der Knochen, Zähne, Knorpel, Sehnen, Bänder und der Haut. Kollagen stützt das Gewebe und sorgt auch für dessen Elastizität. Mit dem Alter nimmt der Kollagenanteil der Haut deutlich ab und bringt einen Elastizitätsverlust mit sich, der wiederum zur Faltenbildung führt.

Kompressionsbekleidung

Kompressionsbekleidung kommt zur unmittelbaren Anwendung nach plastisch-ästhetischen Eingriffen wie Liposuction, Liposculpture und Bauchdeckenstraffung. Kompressionsbekleidung übt Druck von ¬außen auf den Körper aus und unterstützt somit die Anlage der oberen Haut an die darunterliegenden Schichten sowie die gewünschte Hautschrumpfung (Shrinking). Gleichzeitig wird die Bildung von Ödemen und Hämatomen vermindert. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, soll die Kompressionswäsche, für den von Ihrem Arzt vorgegebenen Zeitraum, Tag und Nacht getragen werden.

Körperschemastörung

Auch Missgestaltsfurcht, Körperdysmorphe Störung bzw. Body Dysmorphic Disorder Körperbildstörung bzw. Body Image Disturbance oder auch Thersites-Komplex genannt. Setzt sich aus den folgenden drei klinischen Merkmalen zusammen: wahnhafte Überzeugung von einem körperlichen Defekt betroffen zu sein, Scham gegenüber Mitmenschen, sexuelle Hemmungen. Die Betroffenen finden ihren Körper oder einzelne Körperteile hässlich oder nehmen sich entstellt wahr. Am häufigsten von dieser Fehlsicht betroffen sind das Gesicht und der Kopf. Es kommt häufig zu einem Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben, in Extremfällen sogar zur vollständigen sozialen Isolation.

L

Labial

Bezeichnet anatomisch gesehen die Lippenregion.

Lidocain

Lidocain ist ein ein örtlich wirksames Betäubungsmittel, ein sogenanntes Lokalanästhetikum. Es hemmt die Erregungsweiterleitung von sensiblen Rezeptoren der Haut, die Empfindung von Druck, Schmerz, Wärme, Kälte etc. an das Gehirn weiterleiten. Es ist in Hyaluronsäure-Füllern enthalten und wird bei Fettabsaugungen verwendet.

Lipoatrophie

Steht im medizinischen Bereich für Fettabbau oder Fettumverteilung. Zu einer Facialen Lipoatrophie kann es bei bestimmten Medikamenten im Zuge einer HIV-Therapie kommen. Als Behandlungsmethoden stehen hierfür Eigenfetteinspritzungen oder Hyaluronsäure-Injektionen zur Verfügung.

Liposculpture

Beschreibt in der Medizin eine Fettabsaugung mit Körperformung.

Lippenverkleinerung

Bei der Lippenverkleinerung wird mit einem chirurgischen Eingriff die Größe der Lippen verringert. Dies erfolgt durch Entfernung einer kleinen Schleimhautschicht von der Innenseite der Lippe.

Lokalanästhetikum