Lipödem

Ein Lipödem ist eine Erkrankung, die durch die krank­hafte, chronische und seiten­gleiche Vermehrung des Unter­haut­fett­ge­webes charak­te­ri­siert wird.

Schlanke Frauenbeine

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QUICK-FACTS

Eingriffs­dauer

je nach Fettmenge

Narko­seart

in der Regel Vollnarkose

Klinik­auf­enthalt

wird je nach Umfang empfohlen

Vor dem Eingriff

Nüchternheit vor Opera­ti­onstag, keine blutver­dün­nenden Medika­mente

Nach dem Eingriff

Heilungs­prozess ca. 4–6 Wochen

Kosten

variabel, richtet sich nach Umfang der Fettab­saugung

Narben

Narben sind unauf­fällig

Welche anderen Bezeich­nungen gibt es für ein Lipödem?

Andere Bezeich­nungen für das Krank­heitsbild sind Säulenbein, Lipohy­per­plasia dolorosa, Adipo­sitas dolorosa oder Lipalgie. Die meisten dieser Bezeich­nungen entstanden aufgrund der klini­schen Sympto­matik der Gewebs­ver­mehrung und der beglei­tenden Schmerzen.

Was ist der Unter­schied zwischen Lymphödem und Lipödem?

Das Lipödem ist eine angeborene Fettver­tei­lungs­störung mit vorerst ungestörtem Lymph­ab­fluss. Beim Lymphödem handelt es sich entweder um eine angeborene Fehlbildung (primär) oder um eine Schädigung (sekundär) des Lymph­systems. Ein Lipödem schließt das Auftreten eines Lymphödems jedoch nicht aus.

Wie erkennt man, dass es sich um ein Lipödem handelt?

Charak­te­ris­tisch für das Lipödem ist die gleich­mäßige Verteilung des Fetts, vorder­gründig an den Beinen und in den meisten Fällen auch an den Armen unter Aussparung des Stammes, der Füße und Hände, was zu einer deutlich unför­migen Körper­sil­houette führt. Die Betrof­fenen klagen über Schmerzen, Ödeme und sehr leicht zu verur­sa­chende blaue Flecken.

Was sind die Ursachen für ein Lipödem?

Die Ursachen für das Lipödem sind weitest­gehend ungeklärt. Vermutet werden eine genetische Vorbe­lastung und ein Zusam­menhang mit den weiblichen Geschlechts­hor­monen für die massen­hafte Vermehrung der Fettzellen. Im Gegensatz zur Fettsucht (Adipo­sitas) liegt im Fettgewebe von an Lipödem Erkrankten nicht eine Vergrö­ßerung (Hyper­trophie), sondern eine deutliche Vermehrung (Hyper­plasie) von Fettzellen vor. Nicht verant­wortlich für die Fettein­la­ge­rungen sind somit Fehlernährung oder mangelnde sport­liche Betätigung.

Das Fettgewebe ist sehr gut durch­blutet, sodass folglich auch mehr Lymph­flüs­sigkeit entsteht (sie ist sozusagen das Filtrat des Bluts, welches nicht über die kleinsten venösen Gefäße wieder aufge­nommen wird). Vermutet wird eine Schädigung der Neubildung von Blutge­fäßen (Angio­genese) und ein Defekt der Kapil­laren, also der kleinsten Blutgefäße (Mikro­an­gio­pathie). Ihre Durch­läs­sigkeit ist beim Lipödem erhöht und führt unwei­gerlich zu einem vermehrten Flüssigkeits- und Eiweiß­aus­tritt ins Gewebe. Dieser kann durch das Lymph­system nicht ausrei­chend kompen­siert werden, sodass es trotz funktio­nie­renden Lymph­ab­flusses zur ödema­tösen Schwellung kommt. Dies ist häufig der Grund für die Schmerz- und Druck­emp­find­lichkeit der Erkrankten. Das ebenfalls aus den Kapil­laren heraus­ge­tretene Eiweiß verur­sacht im Gewebe entzünd­liche Prozesse und daraufhin Verhär­tungen und Vernar­bungen der Lymph­gefäße. Folglich kann ein fortge­schrit­tenes Lipödem auch Ursache eines sekun­dären Lymphödems sein. Zur erhöhten Durch­läs­sigkeit der Kapil­laren kommt bei Lipöd­em­pa­ti­enten auch die Empfind­lichkeit derselben hinzu, die sich in der verstärkten Neigung zu blauen Flecken äußert.

Wer ist in der Regel betroffen?

Vom Lipödem betroffen sind in der Regel nur Frauen. In sehr seltenen Fällen kann ein dem Lipödem ähnliches Bild auch bei vorer­krankten Männern auftreten, die unter einem gestörten Hormon­haushalt leiden.

Wann tritt ein Lipödem in der Regel auf?

Typischer Weise tritt ein Lipödem bei jungen Frauen vorwiegend bis zum dritten Lebens­jahr­zehnt auf. Es sind Fälle nach Schwan­ger­schaft aber auch nach der Menopause (letzte Regel­blutung) beschrieben worden. Ein genauer Zusam­menhang mit Alter oder Hormon­status kann also nicht gezogen werden.

Wenn es sich um eine Erkrankung handelt, wer stellt die Diagnose?

Da die Diagnose des Lipödems weitest­gehend klinisch erfolgt, sich also nach den Symptomen der Patien­tinnen richtet, kann jeder Arzt sie stellen. Das Krank­heitsbild wird jedoch häufig nicht erkannt und missin­ter­pre­tiert. Sollten Sie ähnliche Beschwerden haben, ist somit ein Arzt mit lympho­lo­gi­schem Schwer­punkt zu empfehlen, da dieser um die mögliche Diffe­ren­ti­al­dia­gnosen weiß und mit dem Beschwer­debild des Lipödems bestens vertraut ist.

Wie verläuft die Erkrankung bzw. welche Schwe­re­grade gibt es?

Die Erkrankung verläuft fortschreitend (progre­dient) und wird in vier Stadien einge­teilt: Im Stadium I liegen eine normale Hautober­fläche und ein leicht verdicktes Unter­haut­fett­gewebe mit kleineren Knoten vor. Im Stadium II ist die Hautober­fläche bereits uneben und es sind größere Knoten im Fettgewebe darunter tastbar. Stadium III zeichnet sich durch große Dellen und Wülste, Knoten und Fettlappen an Knien und Oberschenkeln aus und im Stadium IV liegt ein durch das Lipödem verur­sachtes Lymphödem vor (Lipolymphödem).

Helfen Diäten oder Sport bei einem Lipödem?

Charak­te­ris­tisch für das Krank­heitsbild des Lipödems ist, dass Diäten und Sport grund­sätzlich frustran sind und nicht zum Gewichts­verlust führen.

Welche Therapien gibt es?

Zur Therapie des Lipödems stehen die konser­vative Therapie des Lymphödems (komplexe Entstau­ungs­the­rapie, also Lymph­drainage, Kompression und Entstau­ungs­gym­nastik) und die Fettab­saugung(Liposuktion) zur Verfügung.

Ist eine vollständige Heilung möglich?

Nach Liposuktion ist in Kombi­nation mit postope­ra­tiver komplexer Entstau­ungs­the­rapie eine deutliche Besserung der Beschwerden zu erwarten. Von einer vollstän­digen Heilung kann leider nicht ausge­gangen werden.

Wann ist ein opera­tiver Eingriff sinnvoll bzw. erfor­derlich?

Da die Erkrankung chronisch und fortschreitend verläuft, ist ein opera­tiver Eingriff in Form der Liposuktion zeitnah nach Diagno­se­stellung sehr sinnvoll.

Was passiert vor der Lipödem OP?

Gibt es verschiedene Methoden, um ein Lipödem zu behandeln / zu entfernen?

Es gibt verschiedene Methoden der Liposuktion, von denen für die Therapie des Lipödems in unserer Praxis die Wasserstrahl-assistierte Liposuktion (WAL) und Tumeszenz-Liposuktion (TLA) zur Verfügung stehen.

Bessern sich die Beschwerden durch eine Fettab­saugung?

Durch eine Fettab­saugung können die Beschwerden durchaus gebessert werden. Häufig werden die Schmerzen gelindert, zum Teil die Neigung zu blauen Flecken verringert und die Bildung von Ödemen minimiert. Zudem wird der Körper durch die Fettab­saugung kontu­riert und propor­tio­niert.

Was muss ich vor der OP beachten?

Es ist darauf zu achten, dass Sie für mindestens sechs Stunden vor der Operation nichts essen und für mindestens zwei Stunden davor nichts trinken (vorher sind kleine Mengen an Wasser und ungesüßtem Tee erlaubt). Sie werden nach dem Eingriff für ca. eine bis zwei Wochen nicht arbeits­fähig sein, sodass es ratsam ist, sich für diesen Zeitraum vom Berufs­alltag fernzu­halten. Um ein optimales postope­ra­tives Ergebnis zu erreichen, sollten sie bereits vor der Operation die anste­henden Lymph­drai­nagen und beglei­tenden Entstau­ungs­the­rapien reser­vieren.

Wie viele OPs sind notwendig?

Bei einer OP können wir bis zu fünf Liter Fett absaugen. Da vor der Absaugung, wie beschrieben, Flüssigkeit infil­triert wird, kann es bei größeren Absaug­vo­lumina zum Flüssig­keits­über­schuss für den Körper kommen. Wenn Ihr Befund einer ausgie­bi­geren Liposuktion bedarf, so sind Folge­ein­griffe zur weiteren Reduzierung des Fetts jedoch nach ca. drei Monaten durch­führbar.

Wie vollständig kann ein Lipödem entfernt werden?

Ein Lipödem kann meist nur deutlich reduziert und die Beschwerden gelindert werden. Eine Heilung können wir nicht versprechen.

Welche Vorun­ter­su­chungen sind notwendig?

Vor der Fettab­saugung ist die klare Diagnose obligat. Häufig bleibt ein Lipödem unerkannt und wird mit einem Lymphödem verwechselt. Ist dies umgekehrt der Fall, so ist eine Liposuktion nicht indiziert. Ob und welche Vorun­ter­su­chungen notwendig sind, erfahren Sie in einem ausführ­lichen Beratungs­ge­spräch in unseren Praxen in Berlin und Köln.

Welche Medika­mente sollten vor einer OP nicht einge­nommen werden?

Wie vor jedem opera­tiven Eingriff dürfen Sie keine blutver­dün­nenden Medika­mente (wie z. B. ASS) einnehmen. Bei anderen Medika­menten bitten wir Sie um Rücksprache mit uns, Ihrem Hausarzt oder unserem Narko­searzt.

Auf welche Genuss­mittel sollte im Vorfeld und wie lange verzichtet werden?

Zwei Wochen vor und vier Wochen nach der OP sollten Sie wenn möglich auf das Rauchen verzichten oder die Anzahl der Zigaretten reduzieren, da das Nikotin sich negativ auf die Wundheilung und die bei Betrof­fenen eh schon gestei­gerte Hämatom­neigung auswirkt.

Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Wie schnell Sie einen Termin bekommen, ist von der Auslastung unseres Termin­ka­lenders abhängig. Rufen Sie uns gern in einer unserer Praxen in Berlin oder Köln an und verein­baren Sie einen Beratungs­termin.

Wie lange sollte ich mich beurlauben lassen?

Wir raten zu einer Beurlaubung von ein bis zwei Wochen, da Sie nach dem Eingriff wahrscheinlich noch leichte Schmerzen haben und die betrof­fenen Areale noch deutlich geschwollen und bluterguss­un­ter­laufen sein werden.

Welche Unter­lagen werden vor dem Eingriff benötigt?

Alle benötigten Unter­lagen erhalten Sie von uns. Wir werden diese dann zu gegebenem Zeitpunkt anfordern. Von Vorteil ist es, wenn sie etwaige Arztbriefe zur Diagnose und ggf. Therapie bereits zum Beratungs­ge­spräch mitbringen.

Ablauf der Lipödem Entfernung?

In welchen Schritten verläuft die Entfernung eines Lipödems?

Die Entfernung des Lipödems gleicht der normalen Fettab­saugung und kann mit den bereits bekannten Methoden (WAL und TLA) durch­ge­führt werden. Vor der eigent­lichen Absaugung wird über kleine Stichin­zi­sionen eine Lösung (Tumse­zenz­lösung) einge­spritzt, die zum Großteil aus Kochsalz­lösung besteht. Zusätzlich enthält sie das Hormon Adrenalin, um die Blutung zu minimieren, und das örtliche Betäu­bungs­mittel Lidocain. Nach einer gewissen Einwirkzeit folgt die Liposuktion mit stumpfen Kanülen um die Beschä­digung von empfind­lichen Struk­turen zu reduzieren. Wenn genug Fett an entspre­chenden Arealen entfernt wurde, wird zur nächsten Region überge­gangen. Ob genügend Fett entfernt wurde, erkennen wir daran, wie sich der Hautmantel nach der Fettab­saugung anfühlt. Dies erfordert einige Erfahrung um bestimmte Areale nicht zu „übersaugen“ und keine unlieb­samen Dellen und Kontur­un­re­gel­mä­ßig­keiten hervor­zu­rufen.

Sollten nach der ersten Liposuktion weiterhin Regionen mit einem sympto­ma­ti­schen Lipödem verbleiben, können wir nach 3 Monaten die nächste Liposuktion planen. Bitte planen Sie begleitend immer Lymph­drai­nagen bzw. Entstau­ungs­the­rapien ein, um das beste operative Endergebnis zu erzielen.

Wie lange dauert der Eingriff?

Die Dauer des Eingriffs bemisst sich an der abzusau­genden Fettmenge. Diese bemisst einer unserer Ärzte mit Ihnen im Beratungs­ge­spräch und wird Ihnen dann eine ungefähre OP-Zeit mitteilen können.

Ist ein Klinik­auf­enthalt nötig?

Das ist abhängig vom Ausmaß des Befundes. Beim Lipödem handelt es sich meist um große Absaug­vo­lumina, sodass ein Aufenthalt in unserer Einrichtung empfeh­lenswert ist. Sie werden bei uns rund um die Uhr von exami­nierten Pflege­kräften betreut.

Wer führt die Operation durch?

Die Operation wird von Herrn Dr. Volker Rippmann oder von Herrn Christian Roessing durch­ge­führt. Beide sind sehr erfahrene Fachärzte für Plastische und Ästhe­tische Chirurgie und seit vielen Jahren versierte Opera­teure auf dem Gebiet der Liposuktion. Assis­tiert wird Ihnen dabei häufig von ihrer langjäh­rigen Assis­tentin Frau Dr. Sophia Deter.

Welche Narkose wird empfohlen?

Für ausge­dehnte Fettab­sau­gungen empfehlen wir immer eine Vollnarkose. Bei kleineren Korrek­tur­ein­griffen kann auch eine lokale Betäubung ausrei­chend sein. Welche Art der Narkose für Sie optimal wäre, teilen wir Ihnen gern im Rahmen des Beratungs­ge­spräches mit.

Wie es nach der Lipödem OP weitergeht?

Ab wann ist das Ergebnis des Eingriffs sichtbar?

Das endgültige Ergebnis ist ungefähr vier bis sechs Monate nach dem letzten Eingriff sichtbar. Erste Tendenzen können Sie jedoch nach ca. sechs bis acht Wochen schon erkennen.

Muss ich Kompres­si­ons­ver­bände oder Ähnliches nach der OP tragen und für wie lange?

Sie müssen nach der Operation ein Kompres­si­ons­mieder an entspre­chenden Arealen tragen. Dieses wird Ihnen bereits im OP-Saal angezogen und verringert in den nächsten vier bis sechs Wochen die Schwellung.

Welche Medika­mente werden einge­setzt?

In der Tumes­zenz­lösung befinden sich neben der Kochsalz­lösung das Hormon Adrenalin zur Minimierung der Blutung und das örtliche Betäu­bungs­mittel Lidocain sowie die Puffer­sub­stanz Natri­um­hy­dro­gen­kar­bonat. Weiterhin bekommen Sie durch den Narko­searzt entspre­chende Narko­se­me­di­ka­mente, Schmerz­me­di­ka­mente und ein Antibio­tikum.

Was ist nach einer OP zu beachten?

Nach der Operation ist die Kompres­si­ons­wäsche rund um die Uhr zu tragen. Aus den Einstich­stellen kann in den ersten zwei Tagen noch Flüssigkeit austreten, was aber normal ist und Sie nicht beunru­higen sollte. Gerade die Beine neigen postope­rativ zu Schwel­lungen. Bei sehr starker Ausprägung und Verfärbung, bitten wir Sie, sich zeitnah bei uns vorzu­stellen. Für Notfälle erhalten Sie eine Telefon­nummer von uns, unter der wir jederzeit erreichbar sind.

Wie lange werden blaue Flecken und/oder Schwel­lungen zu sehen sein?

Die blauen Flecken bilden sich in etwa nach zwei Wochen zurück, geschwollen kann das abgesaugte Areal aber bis zu sechs Monaten postope­rativ sein.

Wie kann ich den Heilungs­prozess am besten unter­stützen?

Mit einer schonenden Lymph­drainage kann die Schwellung reduziert werden. Dabei werden die entspre­chenden Areale (beim Lipödem also Beine und Arme) in Richtung Körper­mitte ausge­strichen.

Ist Bettruhe erfor­derlich?

Körper­liche Schonung kann in den ersten Tagen nicht schaden. Um die Schwellung zu mobili­sieren und das Risiko für eine Thrombose zu verringern, ist die zeitnahe leichte körper­liche Aktivität zu empfehlen. Bettruhe ist nicht erfor­derlich.

Welche Tätig­keiten sollte ich nach der OP unter­lassen?

Sie sollten nach der OP jegliche sport­liche Tätigkeit oder hohe körper­liche Belastung unter­lassen, weil diese sich negativ auf die Schwellung auswirken. Sie können jederzeit duschen, baden aber erst nach Entfernung der Fäden. Bitte tragen Sie das Kompres­si­ons­mieder so lange wie möglich und ziehen sie es nur zum Duschen/Baden aus oder um es zu waschen.

Ab wann kann ich wieder Sport machen?

Sport­liche Tätig­keiten sind nach Ablegen des Mieders, also nach vier bis sechs Wochen wieder erlaubt.

Wann bin ich wieder arbeits­fähig?

Ob und wann Sie wieder arbeits­fähig sind, hängt von ihrem Arbeits­platz ab. Wir empfehlen eine Beurlaubung von ein bis zwei Wochen, bei körperlich anstren­gender Arbeit ist eine längere Auszeit jedoch ratsam.

Gibt es bestimmte Kosmetika/Cremes, die nach der OP nicht verwendet werden dürfen?

Sie können Ihre alltäg­liche Pflege auch nach der Operation weiter verwenden. Fragen Sie bei Ihrem Beratungs­ge­spräch gerne nach, wenn Sie sich bezüglich Ihrer Kosmetika unsicher sind.

Welche Pflege­cremes werden nach der Behandlung empfohlen?

Für die Narben­pflege empfehlen wir nach Fadenzug pflegende Salben oder Öle (z. B. Bepanthen). Sind die Krusten abgefallen, so können die Narben mit Silikongel versorgt werden, mit dem Sie die Narben massieren, sodass sie möglichst schnell verblassen.

Kann das Lipödem nach der OP wieder zurück­kehren?

Die Liposuktion führt zur dauer­haften Reduktion der Beschwerden. Aller­dings können durch eine fortschrei­tende Erkrankung auch die charak­te­ris­ti­schen Symptome wieder auftreten. Daher empfiehlt es sich dauerhaft in fachärzt­liche Behandlung zu begeben.

Inwieweit sind Korrek­turen nach einer OP möglich?

Nach der Operation oder den Folge­ein­griffen, sind Korrek­turen jederzeit möglich. Unsere Ärzte sind jedoch stets darauf bedacht, dass diese erst gar nicht nötig werden.

Wie teuer ist eine Fettab­saugung für die unter­schied­lichen Problem­zonen?

Die Kosten für eine Fettab­saugung bei Lipödem sind den Kosten einer konven­tio­nellen Fettab­saugung sehr ähnlich. Eine Region (z.B. Oberschen­ke­lin­nen­seiten) kostet 1500€, bei weiteren Regionen summieren sich diese je nach Ausmaß. Hinzu kommen die Kosten für die Narkose, die Kompres­si­ons­wäsche und ggf. Übernachtung. Die genauen Kosten werden im Beratungs­ge­spräch mit Ihnen kalku­liert.

Gibt es Finan­zie­rungs­mo­delle wie Raten­zahlung?

Wir arbeiten mit einem externen Kredit­in­stitut zusammen, die Finan­zie­rungs­mo­delle werden über die Firma Medipay beantragt.

Übernehmen Kranken­kassen den Eingriff?

Aus rein ästhe­ti­schen Gründen werden die Kranken­kassen den Eingriff nicht übernehmen. Da bei Ihnen jedoch meist ein krank­hafter Befund (Diagnose Lipödem) vorliegt, kann es sein, dass die Kranken­kassen die Kosten für die Behandlung tragen. Hierzu ist es meist notwendig einen detail­lierten Befund­be­richt zu schreiben, um die Kranken­kassen von Ihrem Leidensweg in Kenntnis zusetzten. Die genauen Umstände werden wir Ihnen gerne im Beratungs­ge­spräch erläutern.

Bleiben Narben nach dem Eingriff zurück?

Nach dem Eingriff bleiben kleine punkt- oder strich­förmige Narben zurück, über deren Größe und Lokali­sation Sie in Ihrem Beratungs- oder Vorge­spräch infor­miert werden. Meist liegen diese aber in unauf­fäl­ligen Regionen, so dass diese später kaum sichtbar sind.

Welche Risiken gibt es grund­sätzlich?

Wie bereits erwähnt, lassen sich bei der Fettab­saugung Hämatome und Schwel­lungen der betrof­fenen Regionen nicht vermeiden. Sie wirken aber der Schwellung durch ein konse­quentes Tragen des Kompres­si­ons­mieders entgegen. Generell kann direkt nach der Operation das endgültige Ergebnis noch nicht abgeschätzt und somit auch verbliebene Asymme­trien erst nach ca. sechs Monaten beurteilt werden. In seltenen Fällen muss daraufhin eine kleine Korrektur durch­ge­führt werden.

Wodurch können Kompli­ka­tionen entstehen?

Schwer­wie­gende Kompli­ka­tionen bei der Fettab­saugung sind in der Literatur zwar beschrieben worden, aber zumeist auf die mangelnde Erfahrung des Opera­teurs und eine unsach­gemäße Durch­führung des Eingriffs zurück­zu­führen. Herr Roessing und Herr Rippmann sind auf dem Gebiet der ästhe­ti­schen Chirurgie sehr erfahren, sodass Sie sich dahin­gehend nicht sorgen müssen. Sie werden in Ihrem Beratungs­ge­spräch detail­liert über alle Kompli­ka­tionen der Liposuktion aufge­klärt.

Wie hoch ist das Risiko einer Infektion?

Die Fettab­saugung ist eine Operation und wird demnach unter sterilen Bedin­gungen durch­ge­führt, was das Risiko einer Infektion deutlich verringert. Während des Eingriffs erhalten sie zudem ein Antibio­tikum, das Ihnen postope­rativ für mindestens fünf Tage in Tablet­tenform weiter von uns verschrieben wird.

Können Nerven oder Muskeln beschädigt werden?

Trotz der bei der Liposuktion verwen­deten stumpfen Kanülen und sorgfäl­tigen Arbeits­weise, kann es zur Beschä­digung kleinster Hautnerven kommen. Diese äußert sich im betrof­fenen Gebiet als Missemp­findung oder Taubheit, bildet sich aber meist binnen sechs Monaten wieder zurück. Nach der Operation werden sie wahrscheinlich einen muskel­ka­ter­ar­tigen Schmerz verspüren, der aus der Reizung der den Muskel umgebenden Faszie resul­tiert. Eine Schädigung der Muskeln tritt aber nicht auf.

Welche bleibenden Schäden sind möglich?

Selten treten bleibende Schäden wie ein dauer­haftes Taubheits­gefühl, Dellen oder Einzie­hungen auf. Wir versuchen diese mittels schonender Absaugung zu vermeiden.

Wie hoch ist das Risiko, eine Korrektur machen zu müssen?

Sollten nach dem letzten Eingriff Asymme­trien durch verbliebene Fettpolster oder Dellen entstehen, so wird eine Korrektur notwendig. Diese führen wir nach deutlichem Rückgang der Schwellung und je nach Ausmaß meist in örtlicher Betäubung und ambulant durch.

Wie hoch ist das Risiko für Dellen und dafür, dass zu viel Fett abgesaugt wird?

Aufgrund der langjäh­rigen Erfahrung unserer Ärzte ist das Risiko für eine „Übersaugung“ gering. Generell ist für schlanke Patien­tinnen und für Patien­tinnen mit Binde­ge­webs­schwäche das Risiko für Dellen­bildung und Einzie­hungen erhöht. Beim Lipödem ist das Unter­haut­fett­gewebe aber stark verdickt, sodass die Wahrschein­lichkeit, dass zu viel Fett entfernt wird, gering ist.

Besteht das Risiko, dass zu wenig Fett abgesaugt wird?

Eine Absaugung von über fünf Litern Fett ist wegen möglicher Kompli­ka­tionen meist nicht empfeh­lenswert. Bei Lipödem-Patientinnen liegen häufig ausge­prägtere Befunde vor, sodass es meist nicht bei einem Eingriff bleibt. Sollten nach dem letzten Eingriff noch Asymme­trien durch Fettpolster bestehen, können diese selbst­ver­ständlich noch entfernt werden.

Kann ich mich rechtlich vor Fehlein­griffen absichern?

Sie können bis spätestens einen Tag vor der Operation einen Versi­che­rungs­antrag für eventuell anfal­lende Folge­kosten bei einem Versi­che­rungs­in­stitut einreichen und erhalten so einen Versi­che­rungs­schutz für ein bis zwei Jahre. Wir händigen Ihnen im Rahmen des Beratungs­ge­spräches gern entspre­chende Unter­lagen aus.

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