Facelift / Facelifting — Natür­liche und jugend­liche Haut

Dem geneti­schen Alterungs­prozess entgeht leider niemand – doch ein Facelifting / Gesichts­straffung kann für eine jüngere Erscheinung sorgen. Im Verlauf des Lebens entstehen Falten und Alterungs­er­schei­nungen v. a. im Gesicht durch verschiedene Einfluss­fak­toren. Dabei unter­scheidet man mimische und alters­be­dingte Falten. Die mimischen Falten entstehen aufgrund eines Muskel­zuges unter der Haut, so entstehen z. B. die Zornes­falte und auch die Nasola­bi­al­falte. Durch einen Dauerzug der Musku­latur über Jahre entstehen somit mimische Falten, welche ab einem bestimmten Zeitpunkt sogar fortbe­stehen, wenn keine Gesichts­mimik durch­ge­führt wird. Hier kann man z. B. frühzeitig mit einem etablierten, muskel­ent­span­nenden Mittel entge­gen­wirken um den Muskelzug zu schwächen und die Falten­tiefe zu mildern. Alters­be­dingte Falten hingegen entstehen durch einen Verlust der Elastin- und Kolla­gen­fasern im Unter­haut­gewebe. Diese produ­zieren sich im Alter nur verlangsamt neu und erschlaffen mit der Zeit. Weiterhin ist die Qualität der Kollagen und Elast­in­fasern nicht mehr so gut und langlebig wie in der Jugend, so dass es auf Dauer zu einem Verlust dieser Fasern kommt.

Oberkörper einer sympathisch lächelnden Frau

Termin verein­baren

QUICK-FACTS

Eingriffs­dauer

4 Stunden

Narko­seart

Vollnarkose

Klinik­auf­enthalt

1–2 Nächte

Vor dem Eingriff

Vor OP nicht essen, trinken und rauchen

Nach dem Eingriff

1–2 Wochen Kompres­si­onsband tragen

Kosten

indivi­duell je nach Umfang

Narben

feine Narben, nach 6 Monaten kaum noch sichtbar

Was muss man über ein Facelift wissen?

Äussere Einfluss­fak­toren

Auch äußere Einfluss­fak­toren wie Sonnen­licht, Hitze und Kälte, Verlet­zungen, Stress, Rauchen etc. wirken sich negativ auf die Langle­bigkeit der Kolla­gen­fasern aus. Die natür­liche Hautal­terung ist somit nichts anderes als eine Störung eines dynami­schen Gleich­ge­wichtes zwischen Abbau und Neupro­duktion von Elastin- und Kolla­gen­fasern.

Wann ist es sinnvoll, ein Facelift / Gesichts­straffung durch­zu­führen?

Sinnvoll ist ein Facelift v. a. bei einem entspre­chenden Hautüber­schuss und einer beson­deren Hautqua­lität. Die Patienten stört vor allem das sogenannte „Hänge­bäckchen“, die Kontur des Unter­kiefers verschwindet zunehmend, der Hals erschlafft, ein Doppelkinn tritt in Erscheinung. Empfeh­lenswert ist die Durch­führung eines Facelifts / einer Gesichts­straffung im Alter von 45–65 Jahren, so kann man das Ergebnis lange genießen und der Hautal­terung entge­gen­wirken.

Welche Arten des Facelif­tings gibt es?

Beim Facelift unter­scheidet man verschiedene Techniken und Zugangswege. Rein prinzi­piell wird je nach zu liftender Zone nach Facelift, Halslift und Schlä­fenlift bzw. Stirnlift unter­schieden. Sicherlich ist eine indivi­duelle Kombi­nation aus allen Maßnahmen sinnvoll.

Können einzelne Gesichts­partien gesondert geliftet werden?

Sicherlich können einzelne Partien, insbe­sondere der Hals sowie auch die Stirn geliftet werden.

Wie wird sicher­ge­stellt, dass ein Facelift nicht maskenhaft aussieht?

Den bestmög­lichen und auch natür­lichsten Erfolg im Hinblick auf eine möglichst jugend­liche Haut erreicht man mit einem sogenannten „Extended-Face-Lift“, bei welchem nicht nur die Haut, sondern auch der Muskel und das Fettgewebe unter der Haut (SMAS-Lift) gestrafft werden. Dies sichert auch, dass die gestraffte Haut nicht nachgibt, der Opera­ti­ons­effekt somit langan­haltend ist und möglichst wenig Zug auf den Wundrändern besteht. Somit vermeidet man ein operiertes, überstrafftes und masken­haftes Aussehen und erzielt ein natür­liches und frisches Aussehen, ohne das sich die Gesichtszüge wesentlich verändern.

Sehe ich danach wirklich jünger aus?

Ja. Zunächst wirken Sie natürlich durch den Eingriff noch deutlich mitge­nommen. Der Heilungs­prozess dauert erwar­tungs­gemäß ca. 2–3 Wochen, dann sind die Hämatome nur noch zu erahnen. Durch­schnittlich werden Sie durch ein Facelift ca. 5–10 Jahre jünger geschätzt. Häufig zeigen sich die Patienten auch deutlich zufrie­dener mit Ihrem Aussehen und präsen­tieren sich mit einem neuen Selbst­wert­gefühl und Selbst­be­wusstsein.

Welche Verfahren des Facelifts gibt es? Kann man Verfahren kombi­nieren?

Bei einem Facelift kann man zwischen vielen verschie­denen OP- Verfahren / Methoden auswählen und auch beliebige Verfahren mitein­ander kombi­nieren. Dabei unter­scheidet man zwischen einem klassi­schen Facelift, einem Mini-Facelift und einem Hals bzw. Stirnlift. Dabei wird nicht nur die Haut, sondern auch die eine tiefer gelegene Binde­ge­webs­schicht gestrafft (SMAS-Lift). Häufig wird in unserer Praxis der Eingriff des Faceliftes mit einer Eigen­fett­un­ter­spritzung im Gesichts­be­reich bzw. einer Oberlid­straffung kombi­niert.

Was muss ich vor der OP beachten?

Vor der Operation sollten sie laut den Vorgaben des Narko­se­arztes nichts Essen, Trinken und Rauchen. Generell ist um die Operation ein drasti­sches Vermindern des Nikotin­konsums zu empfehlen, da Rauchen auf die Wundheilung einen deutlich negativen Einfluss hat. Am OP-Tag sollten Sie, soweit es Ihnen möglich ist, ungeschminkt kommen und keine Wimpern­ver­län­ge­rungen (v.a. bei einer Kombi­nation mit einer Lidstraffung) tragen. Weiterhin ist die Einnahme von blutver­dün­nenden Medika­menten vor der OP zu vermeiden.

Welche Vorun­ter­su­chungen sind notwendig?

Eine Blutab­nahme mit dem entspre­chenden Nachweis von unauf­fäl­ligem Blutbild und unauf­fäl­liger Blutge­rinnung sind wichtig, um sowohl für uns Plastische Chirurgen, als auch für den Anästhe­sisten (Narko­searzt) optimale Voraus­set­zungen zu schaffen. Es sind vor der Operation ca. 2–3 Vorge­spräche notwendig, um mit Ihnen die Wünsche und Vorstel­lungen sowie die chirur­gi­schen Maßnahmen zu klären und sich gegen­seitig kennen­zu­lernen. Denn nur wenn Sie Vertrauen in uns finden, werden Sie auch mit dem Opera­ti­ons­er­gebnis mehr als zufrieden sein und sich in Ihr letztes Jahrzehnt zurück­ver­setzt fühlen.

Welche Rolle spielen Medika­mente, die regel­mässig einge­nommen werden?

Im Rahmen der Vorge­spräche sollte Sie uns Ihre regel­mä­ßigen Medika­mente nennen können, nur so ist es möglich, blutver­dün­nende Medika­mente recht­zeitig abzusetzen. Sonstige Medika­mente, z. B. Ihre Schild­drüsen und Blutdruck­me­di­ka­mente, können meist laut Anordnung weiter genommen werden. Der Narko­searzt bespricht mit Ihnen aber nochmals genau, welche Medika­mente sie vor bzw. am OP-Tag nehmen sollten und welche nicht.

Welche Medika­mente sollten vor einer OP nicht einge­nommen werden?

Vor der Operation sollte man v.a. auf die blutver­dün­nenden Medika­mente verzichten. Da durch das Absetzten der Medikation auch häufig ein hohes Risiko an Neben­er­kran­kungen verge­sell­schaftet. Daher würden wir Sie bitten, sich bei Beglei­ter­kran­kungan am Herzen etc. sich vor der Operation nochmals mit Ihrem Hausarzt bzw. Facharzt ausein­an­der­zu­setzten, um ein zusätz­liches Risiko um die Operation zu vermeiden.

Wie läuft ein Facelift ab?

Wie lange dauert der Eingriff zur Gesichts­straffung?

Der Eingriff dauert je nach Opera­ti­ons­technik und Verfahren ca. 4 Stunden.

Ist ein Klinik­auf­enthalt bei einem Facelift nötig?

Wir empfehlen jedem Patienten ein Aufenthalt von mindestens 1–2 Nächten in unserer Praxis­klinik bzw. Beleg­klinik.

Wenn Sie allein zu Hause sind bzw. einen weiten Anfahrtsweg haben, ist es auch gern gesehen, wenn Sie 3 Nächte bei uns bleiben.

Wann kann stationär behandelt werden?

Stationär kann behandelt werden, wenn die Anzahl an Neben­er­kran­kungen zu riskant ist, um den Eingriff in unserer Praxis­klinik durch­führen zu lassen. Hier besteht die Möglichkeit einer statio­nären Behandlung in der Beleg­klinik in Berlin-Zehlendorf.

Wer führt die Operation / den Facelift durch?

Die Operation wird wahlweise von Herr Dr. Rippmann bzw. Dr. Roessing durch­ge­führt. Die Wahl des Opera­teurs liegt ganz bei Ihnen. Gern können Sie uns in einem persön­lichen Gespräch kennen­lernen.

Welche Narkose wird für ein Facelifting empfohlen?

Ein Facelift wird immer mit einer Vollnarkose durch­ge­führt. Zusätzlich wird die Haut im Bereich des Gesichtes mit einem lokalen Betäu­bungs­mittel unter­spritzt,  damit einer­seits die Blutungs­tendenz verringert wird, anderer­seits das Gewebe besser zu präpa­rieren ist.

Wie verläuft die Operation zur Gesichts­straffung?

Am Tage der Operation kommen Sie zur verein­barten Zeit in unsere Praxis­klinik. Dort werden Sie von unserem Personal in Empfang genommen und in Ihr Zimmer begleitet. Nachdem Sie sich dort einge­richtet haben, kommen sowohl der Operateur, als auch der Narko­searzt erneut zu Ihnen um die letzten Fragen zu beant­worten. Den Aufklä­rungs­bogen haben sie bereits während der Beratungs­ge­spräche ausge­füllt und unter­schrieben. Bei allen vorlie­genden Unter­lagen und Ihrem Einver­ständnis, begleiten wir Sie in den Opera­ti­onssaal und der Narko­searzt beginnt mit der Einleitung der Narkose. Nachdem wir Ihr Gesicht mit einer sanften Desin­fek­ti­ons­lösung gewaschen haben, wird alles steril abgedeckt. Die Anzeich­nungen des Opera­teurs werden nochmals erfrischt, anschließend wird die zu straf­fende Region mittels einer Lösung unter­spritzt. Dies trägt einer­seits zu einer vermin­derten Blutung bei, anderer­seits können durch das Einspritzen die Gewebe­schichten besser präpa­riert werden.

Nun wird auf einer Seite vor dem Ohr bzw. um das Ohrläppchen begonnen die Haut vom Unter­grund abzuheben. Dabei wird die Haut unter Schonung der Nerven- und  Gefäß­struk­turen bis auf die Höhe der Mundwinkel bzw. Unter­kiefer präpa­riert. Um den Hals entspre­chend  zu straffen wird ein Schnitt entlang des Haaran­satzes hinter dem Ohr gemacht. Unter konse­quenter Blutstillung und schonendem Umgang mit der Haut wird nun das überschüssige Gewebe zum Teil Richtung Schläfe bzw. Nacken verlagert und entspre­chend fixiert. Es werden 2 Wunddrai­nagen eingelegt, welche hinter dem Ohr ausge­leitet werden. Im behaarten Bereich werden die Wundränder mit Klammern verschlossen, im sicht­baren Bereich durch eine kosme­tische Hautnaht. Zusätzlich kann bei einem einge­tre­tenen Volumen­verlust das Einspritzen von Eigenfett (speziell aufbe­rei­tetes, von Ihnen abgesaugtes Fett) dauerhaft erschlaffte Zonen des Gesichtes auffri­schen.  Am Ende erfolgt die Anlage eines Kopfver­bandes, welcher durch eine leichte Kompression eine ausge­prägte Bluterguss­neigung verhindert.

Was passiert nach einem Facelift?

Kann die Haut sich nach einem Facelift verziehen oder verrut­schen?

Die Haut im Gesicht kann nach einem Facelift nicht verrut­schen. Wenn die Schwellung zurück­ge­gangen ist, kann der Hautmantel wieder etwas schlaffer wirken, er ist aber deutlich straffer und fester als zuvor. Sicherlich kann es leider auch einmal zu kleineren Wundhei­lungs­stö­rungen kommen, im Rahmen regel­mä­ßiger Wundkon­trollen und ggf. einer kleinen Nachkor­rektur ist dies aber schnell wieder vergessen.

Wie lange hält ein Facelift?

Mit einem Facelift / einer Gesichts­straffung können Sie gut und gerne ca. 10 Jahre zurück­drehen. Das Facelift hält somit den Hautmantel straff, aber auch dieser zeigt im Verlauf der Zeit wieder Anzeichen der Hautal­terung. Somit kann man sagen, dass das Ergebnis des Faceliftes hält, aber eben nur so lange, bis die erneuten Anzeichen der Hautal­terung langsam wieder auftreten.

Kehren die Falten nach einem Facelifting wieder zurück?

Leider kehren die Alters­an­zeichen der Haut im Gesicht sukzessive wieder zurück, es dauert aber einige Zeit, bis der ursprüng­liche Zustand vor dem Facelift erreicht ist. Es kann daher bei manchen Patienten notwendig sein, ggf. ein zweites Facelift durch­führen zu lassen, wenn das erste Facelift im Alter von ca. 45 durch­ge­führt wurde.

Wie oft kann ein Facelift durch­ge­führt werden?

Aus unserer Sicht ist ein Facelift unter optimalen Voraus­set­zungen nur einmal nötig. Auch wenn die Zeichen der Hautal­terung wieder auftreten, kann man über ein erneutes Facelift nachdenken. Mehr als zwei Facelifts sind nicht empfeh­lenswert, da die Haut nach jeder OP unter einem enormen Stress steht und narbig mit dem Unter­grund verheilt. Dies macht es auch für weitere Opera­tionen zunehmend schwie­riger die Gesichtshaut zu präpa­rieren. Daher sind auch entspre­chende Risiken deutlich größer.

WELCHE MEDIKAMENTE WERDEN EINGESETZT? WELCHE NEBENWIRKUNGEN HABEN DIE MEDIKAMENTE?

Zum einen werden beim Facelift Medika­mente im Rahmen der Narkose einge­setzt. Diese können zu Übelkeit und einem Kälte­gefühl nach der OP führen. Die Benom­menheit nach der OP lässt schnell nach, so dass Sie meist schon nach 1–2 Stunden wieder mit Hilfe zur Toilette gehen können. Nach der Operation müssen Sie ein Antibio­tikum und Schmerz­mittel einnehmen. Das Antibio­tikum ist ein Standar­d­an­ti­bio­tikum und wirkt prophy­lak­tisch gegen Infek­tionen der Haut. Selten macht dies Übelkeit oder einen Hautaus­schlag, wenn dies auftritt bitten wir Sie uns dies recht­zeitig mitzu­teilen. Das Schmerz­mitttel (Ibuprofen) kann selten Übelkeit und ein Völle­gefühl auslösen, ggf. ist es notwendig, ein Magen­schutz­pra­pärat zusätzlich einzu­nehmen.  Meist halten sich die Schmerzen aber in Grenzen, so dass eine regel­mäßige und vor allem langfristige Einnahme des Schmerz­mittels gar nicht notwendig ist.

WIE HOCH IST DAS RISIKO EINER INFEKTION?

Da Sie schon während der Operation durch den Narko­searzt ein Antibio­tikum erhalten und wir unter strengen sterilen Bedin­gungen arbeiten, minimiert sich das Infek­ti­ons­risiko deutlich. Auch im weiteren Verlauf erhalten Sie ein Antibio­tikum als Tablette, so dass auch dort ein mögliches Infek­ti­ons­risiko minimiert wird.

WIE SCHÜTZE ICH MICH AM BESTEN VOR EINER INFEKTION?

Es ist erlaubt bereits ab dem ersten Tag den Kopf zu duschen, dies minimiert die Wundin­fektion, da durch das Abspülen alter Blutreste ein sauberes Wundmilieu erreicht wird. Bitte vermeiden Sie bis zum Fadenzug ein Eincremen der Wunden. Frische Opera­ti­ons­wunden brauchen zunächst viel Ruhe um zart zu verheilen, zudem erhöht sich durch das Auftragen von Salben das Infek­ti­ons­risiko. Nachdem die Fäden im Rahmen unserer Sprech­stunde gezogen worden sind, erläutern wir Ihnen nochmals die Narben­pflege und den weiteren Umgang mit den Narben.

INWIEWEIT SIND KORREKTUREN NACH EINER OP MÖGLICH?

Manchmal lassen sich kleine Nachkor­rek­turen leider nicht vermeiden. Wir möchten, dass Sie mit dem Endergebnis der OP zufrieden sind, daher kontrol­lieren wir in regel­mä­ßigen Abständen das OP- Ergebnis. Wenn an kleinen, gerecht­fer­tigten Arealen noch gewisse Nachkor­rek­turen dazu führen, Sie noch glück­licher zu machen, können wir dies gern in einer lokalen Betäubung durch­führen.

WIE HOCH IST DAS RISIKO, EINE KORREKTUR MACHEN ZU MÜSSEN?

Das Risiko eine Korrektur durch­führen zu müssen ist generell gering. Sicherlich möchten wir, dass Sie so zufrieden wie nur möglich sind, daher ist es manchmal aus nachvoll­zieh­baren Gründen notwendig eine kleine Korrektur durch­zu­führen.

WAS IST NACH EINER OP ZU BEACHTEN?

Nach der Operation verbleiben Sie noch ein oder zwei Nächte in unserer Praxis­klinik. Die Wunddrai­nagen, welche in beide Wangen eingelegt werden, werden meist am ersten Tag nach der Operation gezogen. Sie sollten sich bestmöglich schonen und die Wangen noch leicht kühlen, um dem Schwel­lungs­zu­stand entge­gen­zu­wirken. Sport und körperlich anstren­gende Tätig­keiten sowie Sauna und Dampf­bäder sind für die ersten 4–6 Wochen noch zu vermeiden, da die Schwellung durch einen Blutdruck­an­stieg wieder zunehmen kann. Sie bekommen für die ersten 1–2 Wochen ein Band, welches die Kinnregion weiterhin kompri­miert bzw. Pflas­ter­streifen auf die Wunden um diese zu schützen. Durch Schlafen mit erhöhtem Oberkörper gehen Schwel­lungen und Blutergüsse schneller zurück. Nachdem die Fäden nach 2 Wochen gezogen werden, können Sie langsam mit einer Massage bzw. Lymph­drainage im Bereich der Wangen beginnen. Weitere Instruk­tionen bezüglich der Narben­pflege etc. werden wir Ihnen im Rahmen der Kontroll­termine geben.

WIE LANGE WERDEN BLAUE FLECKEN UND/ODER SCHWELLUNGEN ZU SEHEN SEIN?

Die Inten­sität von blauen Flecken und Schwel­lungen ist leider nicht immer voraus­sehbar. Wichtig ist, dass Sie keinerlei blutver­dün­nende Medika­mente einge­nommen haben. Dann halten die Hämatome bzw. Schwel­lungen ca. 14 Tage in abneh­mender Inten­sität an. Voll „gesell­schafts­fähig“ sind Sie meist erst ab nach 3 Wochen.

IST BETTRUHE ERFORDERLICH?

Strenge Bettruhe ist nicht erfor­derlich, Sie sollten sich aber für ca. 2 Wochen eine beruf­liche Auszeit gönnen, da die frühen Anzeichen eines Faceliftes noch erkennbar sind (Schwellung, Hämatome und frische Narben).

WELCHE TÄTIGKEITEN SOLLTE ICH NACH DER OP UNTERLASSEN? AB WANN KANN ICH WIEDER SPORT MACHEN?

Nach der Operation sollten Sie körperlich anstren­gende Tätig­keiten möglichst vermeiden. Dazu gehört auch ein Sport­ver­zicht für ca. 4–6 Wochen um den Schwel­lungs­zu­stand zu reduzieren.

WANN BIN ICH WIEDER ARBEITSFÄHIG?

Arbeits­fähig ist man meist nach 14–21 Tagen. Dann sind die Schwel­lungs­zu­stände zurück­ge­gangen und man kann sich dem normalen Berufs­alltag stellen. Sicherlich hängt der Beginn der Arbeits­fä­higkeit auch vom ausge­übten Beruf ab, so kann eine Modera­torin bzw. ein Modell nicht unbedingt nach 14 Tagen wieder Ihren Beruf aufnehmen. Diese Entscheidung obliegt Ihnen selbst.

GIBT ES BESTIMMTE KOSMETIKA, DIE NACH DER OP NICHT VERWENDET WERDEN DÜRFEN?

Nach der OP können alle Kosmetika verwendet werden, im Bereich der Narben sollten Sie aller­dings ca. 2,5 Wochen warten bzw. nur nach Anweisung des Arztes etwas verwenden. Aggressive Peelings bzw. Laser­be­hand­lungen sollten jedoch für  4–6 Wochen nach der OP pausiert werden.

WELCHE PFLEGECREMES WERDEN NACH DER BEHANDLUNG EMPFOHLEN?

Nach dem Fadenzug empfehlen wir ein Auftragen von spezi­ellen Silikon­prä­pa­raten, welche man als Creme aber auch als Pflaster auftragen kann. Die sonstige Gesichtshaut kann wie zuvor gepflegt und geschminkt werden.

AB WANN KÖNNEN KOSMETIKA WIEDER AUFGETRAGEN WERDEN?

Kosmetika können bereits einige Tage nach der OP verwendet werden. Dabei ist darauf zu achten, dass diese nicht in Kontakt mit den frischen Opera­ti­ons­wunden geraten. Das übliche Pflege- und Schmin­kritual kann dann unver­ändert fortge­führt werden.

Bleiben Narben nach dem Facelift zurück?

Je nach Ausmaß des Faceliftes verlaufen die Narben im Bereich der Schläfe um das Ohr herum­ziehend bis in den Haaransatz über dem Felsenbein hinter dem Ohr. Dort entstehen meist feine Narben, welche durch die gute Heilung im Gesicht nach einem halben Jahr kaum noch sichtbar sind. Sollten Sie zu einer überschie­ßenden Narben­bildung neigen, bitten wir Sie uns dies vor der OP mitzu­teilen, damit wir dies berück­sich­tigen können.

Was kostet ein Facelift in Berlin oder Köln?

Ein Facelift kostet ca. 6.500 € zuzüglich der Kosten für die Narkose und 1–2 Übernach­tungen. Weiterhin kommen Kosten für das Kompres­si­onsband bzw. die Narben­pflege auf Sie zu. Je nach Ausmaß des Faceliftes bzw. eventu­ellen Kombi­na­ti­ons­ein­griffen (z. B. Oberlid­plastik) erlauben wir uns einen Kombi­na­ti­ons­preis zu verein­baren.

Gibt es Finan­zie­rungs­mo­delle wie Raten­zahlung?

Über unser Partner­un­ter­nehmen Medipay bieten wir eine sichere Raten­zahlung an. Fragen Sie uns im Rahmen des Aufklä­rungs­ge­spräches über Ihre Möglich­keiten.

Wann übernehmen Kranken­kassen den Eingriff?

Sowohl die privaten, als auch die gesetz­lichen Kranken­kassen werden diesen Eingriff nicht übernehmen. Bei jeder Übernahme der Kosten durch die Kranken­kasse müssen harte Gründe hervor­ge­bracht werden, warum dieser Eingriff übernommen werden soll. Da ein Facelift rein ästhe­tische Gründe hat, sind diese Chancen nahezu aussichtslos.

Welche Risiken gibt es beim Facelift grund­sätzlich?

Generell gelten auch für ein Facelift allge­meine Risiken einer Operation. Insbe­sondere Blutungen und Nachblu­tungen können auftreten und ggf. einen erneuten Eingriff erfor­derlich machen. Nach der Operation zeigen sich meist eine ausge­prägte Schwellung und Blutergüsse im Bereich des Unter­kiefers, welche aber in den ersten 2 Wochen nahezu verschwinden. Diese sind teils mit einem Spannungs­gefühl und leicht ziehenden Schmerzen verge­sell­schaftet. Es können zunächst leichte Asymme­trien und Kontur­un­re­gel­mä­ßig­keiten im Gesichts­be­reich auftreten, insbe­sondere wenn eine zusätz­liche Unter­spritzung mit Eigenfett statt­ge­funden hat. Aufgrund der Anhebung einzelner Hautpartien, kann es nach der Operation, ggf. aber auch noch bis zu 3 Monaten nach dem Eingriff zu Sensi­bi­li­täts­stö­rungen im Gesichts­be­reich und um die Ohren kommen. Da wir im Rahmen unserer OP-Technik das SMAS nicht anheben, ist der Gesichtsnerv (N. facialis) nicht gefährdet. Er kann lediglich durch eine Straffung des SMAS und den aufkom­menden Druck leicht gestresst sein. Daher kommt es nur in Ausnah­me­fällen zu einer vorüber­ge­henden Lähmung des Gesichts­be­reiches (z. B. Augen­braue, Unter­lippe).

Bei jeder Operation entstehen Narben, auch hier kann es nach der Operation zu leicht verhär­teten und geröteten Narben kommen. Im Laufe der Zeit werden diese aber durch eine entspre­chende Narben­pflege und Massage zart und unauf­fällig. Selten kommt es bei vordis­po­si­tio­nierten Patienten zu auffäl­ligen Narben­wu­che­rungen (Keloide). Insbe­sondere bei Rauchern ist die feine Durch­blutung des Gewebes gestört und so können temporäre Wundhei­lungs­stö­rungen bzw. auch Nekrosen (abgestorbene Haut) entstehen. Im Bereich des Ohrläpp­chens kann durch die schrump­fende Narbe ein Verziehen des Ohrläpp­chens auftreten, bzw. der Haaransatz sich verlagern. Durch die Anhebung des Mittel­ge­sichtes kann sich auch Ihre Mimik verändern, der gewünschte Effekt ist eine Betonung der Jochbeine und eine klare Unter­kie­fer­kante. Sie sehen jünger, frischer und natürlich schön aus- aber keineswegs sieht man Ihnen ein überstrafftes Facelift an.
Sicherlich können all diese Kompli­ka­tionen abschrecken und Ihnen Angst bereiten, jedoch müssen Sie aus unserer Sicht über alle Risiken dieser OP infor­miert werden. Wir hoffen im Rahmen eines ausführ­lichen Beratungs­ge­spräches Ihnen das notwendige Vertrauen geben zu können.

Wodurch können Kompli­ka­tionen entstehen?

Meist entstehen Kompli­ka­tionen aufgrund einer zu geringen OP-Zahl des Opera­teurs bzw. sind leider Gottes manchmal auch Schicksal behaftet. Auch wenn wir uns bemühen, so exakt wie möglich zu operieren und alle Struk­turen zu schonen, können Nachblu­tungen oder Nerven­ver­let­zungen auftreten. Mit unserer langjäh­rigen Erfahrung und einer hohen Anzahl von Facelifts, können wir auch Ihnen keine kompli­ka­ti­onslose OP garan­tieren, jedoch dafür sorgen, dass die Wahrschein­lichkeit der Kompli­ka­tionen so gering wie möglich ist.

Können Gehör oder Sehkraft beein­trächtigt werden?

Das Gehör und auch die Sehkraft können nicht beein­trächtigt werden. Lediglich eine vorüber­ge­hende Binde­haut­ent­zündung kann auftreten.

Welche anderen Methoden zum Facelift gibt es ausser einer Operation?

Hier sind nicht­in­vasive Methoden zu nennen, dazu zählen Laser­be­hand­lungen, Behand­lungen auf der Basis von Radio­fre­quenz und Wärme. Sie führen zu einem Erhitzen der unteren Hautschichten und somit nach mehrfachen Behand­lungen zu einem Straf­fungs­effekt. Der überschüssige Hautmantel bleibt aber bestehen und somit sind die Ergeb­nisse nicht mit denen eines Faceliftes vergleichbar.

Termin verein­baren

Weitere Leistungen

ZUR ÜBERSICHT