Eigen­fett­be­handlung — Für eine schöne Figur

Für eine schöne, schlanke Figur bietet sich eine Eigen­fett­be­handlung an. Unter Eigen­fett­be­handlung (oder auch  Lipofilling, Lipotransfer, autologe Fetttrans­plan­tation) versteht man die Verpflanzung von Eigenfett von einem Spender- in ein zu unter­füt­terndes Empfän­ger­areal. Die erste Eigen­fett­trans­plan­tation wurde bereits 1893 von dem deutschen Chirurgen Dr. Gustav Neuber  durch­ge­führt und gewinnt seit der Einführung der Fettab­saugung in den 70er Jahren, die eine einfache und wenig invasive Gewinnung von Fett ermög­licht, zunehmend an Beliebtheit.

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QUICK-FACTS

Eingriffs­dauer

Indivi­duell je nach Umfang

Narko­seart

Vollnarkose

Klinik­auf­enthalt

1 Nacht empfohlen

Vor dem Eingriff

mind. 2 Wochen nicht rauchen

Nach dem Eingriff

4–6 Wochen Kompres­si­ons­mieder tragen

Kosten

indivi­duell je nach Umfang

Narben

feine, kaum sichtbare Narben

Was ist das Prinzip der Eigen­fett­be­handlung / Lipotransfer?

Fettgewebe aus dem Spender­areal mittels schonender Fettab­saugung gewonnen werden, danach folgt die Aufbe­reitung und schließlich die Replan­tation in das Empfän­ger­areal. Es ist generell ein gut verträg­licher chirur­gi­scher Eingriff, mit wenig Kompli­ka­ti­ons­risiko.

Für welche Eingriffe/Regionen ist die Eigen­fett­be­handlung besonder gut geeignet?

Die Eigen­fett­be­handlung / Lipotransfer eignet sich hervor­ragend zur Korrektur von Narben oder Uneben­heiten der Haut, zur Verjüngung der Hand, Falten­be­handlung im Gesicht, zum Aufbau bzw. zur Vergrö­ßerung der Brust, Lippen oder der Gesäß­region sowie des weiblichen Genital­be­reichs. In gewissen Fällen ist eine Wieder­holung der Eigen­fett­be­handlung nötig, da z.B. im Rahmen einer Brust­ver­grö­ßerung mit Eigenfett eine operative Sitzung meist nicht ausrei­chend ist.

Die Spender­region für die Eigen­fett­be­handlung kann frei gewählt werden, üblich sind Bauch, Flanken, Oberschenkel und für das Gesicht die Innen­seiten der Knie.

Gibt es Alter­na­tiven zur Eigen­fett­be­handlung?

Zur Unter­spritzung verschie­denster Defekte und Falten sowie der Lippen stehen – statt der Eigen­fett­be­handlung – alter­nativ auch Füllstoffe (sogenannte Filler) wie z. B. Hyaluron­säure zur Verfügung, welche im Gegensatz zum Fett aus dem eigenen Körper jedoch keine besonders lang anhal­tenden Lösungen sind und einer Wieder­holung der Prozedur nach ca. einem Jahr bedürfen. Daher gewinnt die Behandlung mittels Eigenfett im Rahmen von Falten­be­hand­lungen im Gesicht immer mehr Beleibtheit. Für die Brust und das Gesäß sind aber auch bleibende Augmen­ta­ti­ons­ver­fahren (Vergrö­ße­rungs­ver­fahren) mittels Silikon­im­plan­taten möglich.

Was sind die Vorteile der Eigen­fett­be­handlung?

Das für die Eigen­fett­be­handlung / Lipotransfer genutzte Fettgewebe ist körper­eigen (autolog),  sodass Allergien, Absto­ßungs­re­ak­tionen, Kapsel­bildung und –fibrose oder Implan­tat­schäden in der zu behan­delnden Region ausge­schlossen sind. Zudem enthält es unter anderem auch sogenannte Stamm­zellen, welche sich zu Kollagen-produ­zie­renden Zellen (Fibro­blasten) entwi­ckeln können und  Substanzen produ­zieren, welche regene­rative Prozesse fördern und so neben der auffül­lenden Funktion auch zur Verbes­serung des Hautbildes und zur Wundheilung beitragen. Insbe­sondere bei der Falten­be­handlung im Gesicht helfen diese Effekte um Falten zu glätten und die Hautqua­lität zu verbessern.

Wann ist die Eigen­fett­be­handlung die richtige Methode für mich?

Die Eigen­fett­be­handlung / Eigen­fett­trans­plan­tation ist die geeignete Methode für Sie, wenn Sie ein lang anhal­tendes Ergebnis (Jahre bis Jahrzehnte) ohne den Einsatz von Fremd­körpern oder künst­lichen Füllma­te­rialien wünschen, Sie unter Kontur­un­re­gel­mä­ßig­keiten oder Narben leiden, sich eine moderate Brust– oder Gesäß­ver­grö­ßerung wünschen und Sie sich womöglich gleichsam störender Fettpolster entle­digen wollen.

Kann eine Eigen­fett­be­handlung an mehreren Stellen gleich­zeitig durch­ge­führt werden?

Genauso wie die Liposuktion auch ist eine Eigen­fett­be­handlung durchaus an mehreren Stellen und gleich­zeitig möglich. Aller­dings ist die Fettmasse auf Ihre eigenen Reserven beschränkt, sodass auch die Vergrö­ßerung des gewünschten Körper­areals bei der Eigen­fett­be­handlung begrenzt ist.

Muss der Eingriff der Eigen­fett­be­handlung mehrmals wiederholt werden?

An den Brüsten beispiels­weise kann pro Eigen­fett­be­handlung eine Vergrö­ßerung von einer halben Körbchen­größe erzielt werden. Für den Aufbau einer größeren Brust sollten zwischen dem Erst- und dem Folge­ein­griff mindestens drei Monate vergehen, weitere Vergrö­ße­rungen sind dann ebenfalls nach je drei Monaten möglich. Sollten Sie ein einzei­tiges Verfahren mit deutli­cheren Augmen­ta­tionen (Vergrö­ße­rungen) wünschen, ist von der Eigen­fett­be­handlung abzuraten.
Bei Brust­ver­grö­ße­rungen bzw. Pover­grö­ße­rungen besteht grund­sätzlich auch die Möglichkeit der Einlage von Silikon­im­plan­taten.
Im Sinne der Falten­be­handlung im Gesicht bzw. der angestrebten Hautver­jüngung ist meist nur ein Eingriff bei der Eigen­fett­be­handlung notwendig.

Was muss ich vor der OP / Eigen­fett­be­handlung beachten?

Bei unter­ge­wich­tigen Patien­tinnen ist eine Fetttrans­plan­tation / Lipofilling aufgrund mangelnder Fettdepots ausge­schlossen, da schlichtweg zu wenig Fett für die Operation zur Verfügung steht. Wenn Sie trotzdem ein Lipofilling wünschen, so raten wir zu einer Gewichts­zu­nahme von mindestens 5 kg vor dem Eingriff. Auch rauchende Patien­tinnen kommen für ein großvo­lu­miges Lipofilling nicht ohne weiteres in Frage, da eine ausrei­chende Blutver­sorgung des Fetttrans­plantats durch das Nikotin nicht gewähr­leistet werden kann. Vor dem Eingriff sollten Sie das Rauchen somit für mindestens zwei Wochen unter­lassen oder zumindest reduzieren. Ebenfalls kann die Behandlung mit Eigenfett nicht erfolgen, wenn die Spender- oder Empfän­ger­region infiziert (z. B. Lippen­herpes oder Akne) oder durch einen bösar­tigen Tumor (Krebs) infil­triert ist. Bei Patient¬innen, die unter Brust­krebs litten, wird ein Brust­aufbau oder eine Korrektur bzw. Vergrö­ßerung mit Eigenfett erst nach drei Jahren der Heilung empfohlen, weil die oben erwähnten Stamm­zellen im Fettgewebe und deren Produkte im Verdacht stehen, das Risiko für ein Tumorre­zidiv (Rückfall) zu erhöhen.
Wenn der Eingriff bei Ihnen durch­ge­führt werden soll, dürfen Sie sechs Stunden vor OP-Beginn keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen.

Sind Vorun­ter­su­chungen bei einer Eigen­fett­be­handlung notwendig?

Ob eine Eigen­fett­be­handlung / Lipofilling das Richtige für Sie ist, welche Risiken und Kompli­ka­tionen es gibt und ob sie bei Ihnen durch­führbar ist, erfahren Sie in einem Beratungs­ge­spräch mit Dr. Rippmann oder Dr. Roessing. Sollten Sie Vorer­kran­kungen haben oder ein umfang­reiches Lipofilling wünschen, so werden wir die entspre­chenden Vorun­ter­su­chungen veran­lassen.
Welche Medika­mente sollten vor einer OP nicht einge­nommen werden und auf welche Genuss­mittel sollte im Vorfeld verzichtet werden?
Vor der Operation sollten Sie auf das Rauchen verzichten und alle Medika­mente absetzen, die die Blutge­rinnung hemmen (z. B. Aspirin). Bei der Einnahme von anderen Medika­menten bitten wir um Rücksprache mit uns, Ihrem Hausarzt oder unserem Narko­searzt.

Wie schnell bekomme ich einen Termin für das Lipofilling?

Einen Termin für die Eigen­fett­be­handlung / Lipofilling können Sie in Abhän­gigkeit der Auslastung unseres OP-Kalenders in unseren Praxen in Berlin oder Köln verein­baren. Empfeh­lenswert ist ein Termin in kälteren Monaten, da ein in den meisten Fällen ein Kompres­si­ons­mieder zu tragen ist. Zur Verein­barung einer Beratung freuen wir uns über Ihren Anruf oder eine E‑Mail. Gern wüssten wir im Voraus ob Sie bei Dr. Rippmann oder Dr. Roessing behandelt werden möchten.

Wie lange sollte ich mich beurlauben lassen?

Da Sie nach der Operation um das Spender­areal Kompres­si­ons­kleidung tragen müssen und es nach der Absaugung und Einspritzung des Fetts zu Hämatomen und Schmerzen kommen kann, empfehlen wir eine Beurlaubung von ein bis zwei Wochen.

Welche Unter­lagen werden vor der Eigen­fett­be­handlung benötigt?

Die notwen­digen Unter­lagen werden von uns mitge­geben und zu gegebenem Zeitpunkt angefordert.

Wie verläuft die Eigen­fett­be­handlung und gibt es unter­schied­liche Methoden?

Für die Behandlung mit Eigenfett stehen unter­schied­liche Methoden zur Verfügung. Bei den meisten wird vor der Absaugung des Fetts nach einer kleinen Stichin­zision eine sogenannte Tumes­zenz­lösung einge­spritzt, die zum größten Teil aus Kochsalz­lösung besteht, um das Gewebe zu lockern und die Absaugung zu verein­fachen. Zusätzlich enthält sie das Hormon Adrenalin zur Verengung der kleinen Blutgefäße und Minimierung der Blutung. Mit der Wasserstrahl-Methode (WAL) wird die Tumes­zenz­lösung als Wasser­stahl ins Gewebe gebracht, das Fett dabei gelockert, direkt abgesaugt und in einem Behälter gesammelt. Bei der Gewinnung des Fetts verwendet man stumpfe Kanülen und arbeitet mit geringem Sog, um so wenige Fettzellen wie möglich zu beschä­digen. Zudem benutzt man dafür relativ schmale Kanülen mit mehreren Öffnungen, damit möglichst kleine Fettläppchen gewonnen werden. Die Unver­sehrtheit der Zellen und Größe der Läppchen ist nämlich bei der Trans­plan­tation von hoher Relevanz: nur intakte Fettzellen verbleiben in der Empfän­ger­region und nur kleine Fettläppchen können zentral ausrei­chend mit Nährstoffen versorgt werden. Nach der Absaugung folgt die Aufbe­reitung des Materials, bei dem der Überschuss an Wasser, Öl und Zellresten nach schonender Zentri­fu­gation oder bloßem Absetzen durch die Schwer­kraft entfernt werden muss. Bei der WAL wird das gewonnene Fett im Lipokol­lektor von der Öl-Wasser-Fraktion getrennt. Das Öl und freie Zellbe­stand­teile würden bei einer Trans­plan­tation zu starken Entzün­dungs­re­ak­tionen und dadurch zur Schädigung der Fettzellen führen. Auch beim Einspritzen des Fetts mit stumpfen Kanülen (nach einem kleinen Stich mit einer scharfen Kanüle) wird mittels geringen Drucks dafür gesorgt, dass die Zellen das Empfän­ger­areal unbeschadet erreichen. Die unter­schied­lichen Methoden des Lipofil­lings unter­scheiden sich vor allem in ihrem Equipment, der Absaug­technik und Aufbe­rei­tungs­pro­zedur, folgen aber alle dem oben beschrie­benen Prinzip.

Wie lange dauert der Eingriff?

Die Dauer des Eingriffs hängt maßgeblich von der zu trans­plan­tie­renden Fettmenge ab, kann aber aufgrund der vielen kleinen Arbeits­schritte und dem vorsich­tigen Umgang mit den Zellen bei größeren Trans­plan­taten mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Eine ungefähre OP-Zeit wird Ihnen der beratende Arzt im Vorge­spräch mitteilen.

Erfolgt der Eingriff ambulant?

Ob der Eingriff ambulant erfolgt, oder Sie für eine Nacht in unserer Einrichtung bleiben, ist vom Umfang des Fetttransfers und Ihren Wünschen abhängig. Sollten Sie stationär bleiben, werden Sie rund um die Uhr von bestens ausge­bil­detem Pflege­per­sonal betreut. Meist ist es empfeh­lenswert 1 Nacht in unserer Praxis zu bleiben.

Wird nur örtlich betäubt?

Die örtliche Betäubung kommt für den Eigen­fett­transfer nicht in Frage, da bewiesen wurde, dass die örtlichen Betäu­bungs­mittel (Lokal­an­äs­thetika) die Fettzellen schädigen und sie somit zu unbefrie­di­genden Resul­taten führen würden. Daher ist immer eine Narkose zur Gewinnung von Eigenfett notwendig.
In Ausnah­me­fällen (Korrek­turen im Gesicht etc.) kann auf eine Vollnarkose verzichtet werden. Hierzu ist die Aufbe­reitung des entnom­menen Fettes aufwen­diger um das lokale Betäu­bungs­mittel aus dem entnom­menen Fett zu waschen. Wir werden Sie dementspre­chend gern beraten.

Ist das Ergebnis der Eigen­fett­be­handlung sofort sichtbar?

Nach der Operation bzw. Eigen­fett­be­handlung ist das endgültige Ergebnis noch nicht sichtbar, da nicht alle verpflanzten Fettzellen einheilen und das unter­spritzte Areal noch geschwollen ist. Ebenfalls können kleine Einstich­stellen und blaue Flecken zu sehen sein, die aber in den meisten Fällen problemlos abheilen. Nach ca. vier Wochen kann bei einer Einhei­lungsrate der Zellen von ungefähr 60 bis 80 Prozent vom finalen Ergebnis gesprochen werden. Bis die abgesaugten Areale abgeschwollen sind, kann es jedoch bis zu sechs Monaten dauern.

Wie oft kann eine Eigen­fett­be­handlung an derselben Stelle wiederholt werden?

Solange ausrei­chend Fett zur Trans­plan­tation vorhanden ist, kann eine Eigen­fett­be­handlung so oft wie gewollt wiederholt werden. Die Spender­re­gionen jedoch sollten nicht öfter als drei Mal verwendet werden, da das durch die voran­ge­gan­genen Liposuk­tionen entstandene Narben­gewebe den Eingriff erschweren und es dort zu Unter­haut­de­fekten kommen kann. Auch muss eine Fettüber­füllung im Empfän­ger­areal vermieden werden. Diese bewirkt einen zu hohen Druck im Gewebe, der die ausrei­chende Durch­blutung verhindert und so zum Absterben der trans­plan­tierten Zellen führt.

Ist die Einnahme von schmerz­stil­lenden Medika­menten notwendig?

Ob Sie Schmerz­mittel nach einer Eigen­fett­be­handlung einnehmen müssen, ist von Ihrer indivi­du­ellen Schmerz­to­leranz abhängig. Die Medika­mente stehen in unserer Klinik für die Zeit direkt nach der Operation ausrei­chend zur Verfügung. Weiterhin erhalten Sie ein Rezept über Schmerz­mittel wenn Sie unsere Praxis verlassen.

Inwieweit sind Korrek­turen nach der Eigen­fett­be­handlung nötig?

Ist zu wenig Fett einge­spritzt worden, so ist eine Korrektur möglich, aber mit einer erneuten Operation verbunden. Wenn zu viel Fett einge­bracht wurde, kann dieses unter Umständen wieder abgesaugt werden. Im Gesicht oder der Hand aber werden nur wenige Milli­liter trans­plan­tiert, wodurch eine Korrektur meist nicht notwendig ist.

Was ist nach der Eigen­fett­be­handlung zu beachten?

Nach der Operation / Eigen­fett­be­handlung muss an der Spender­region für die Zeit von vier bis sechs Wochen ein Kompres­si­ons­mieder getragen werden. Dieses kann natürlich gewaschen werden. Das Empfän­ger­areal wird häufig für drei bis vier Tage mittels Tapes in Form gebracht und sollte vorerst gekühlt und nicht mecha­nisch überstra­pa­ziert oder stark kompri­miert werden, denn dies kann zur Verla­gerung (Migration) oder Absterben des Fetts führen. Zudem raten wir zu einem konstanten Gewicht, da auch das körper­eigene trans­plan­tierte Fett den Gewichts­schwan­kungen unter­liegt und bei massivem Gewichts­verlust verloren gehen kann.

Welche Tätig­keiten sollte ich nach dem Eingriff unter­lassen?

Nach dem Eingriff sollten Sie ebenfalls für vier bis sechs Wochen keinen Sport treiben um erneuten Schwel­lungen vorzu­beugen. Duschen ist erlaubt, Baden jedoch erst nach Entfernung der Fäden.

Sieht man Einstiche, blaue Flecken o.ä. nach einer Eigen­fett­be­handlung?

Hämatome und Schwel­lungen nach einer Eigen­fett­be­handlung sind möglich, bilden sich aber meistens wieder zurück. Die Einstich­stellen sind dezent und werden an exponierten Stellen wie dem Gesicht oder der Hand, mit so dünnen Kanülen gesetzt, dass sie nicht lange sichtbar sind. Die Stichin­zi­sionen an der Spender­region werden mit einem oder maximal zwei Stichen zugenäht und die Fäden nach sieben bis zehn Tagen wieder gezogen. Aus den Einstich­stellen fließt nach dem Eingriff für 24 h meist noch Flüssigkeit ab.

Ab wann kann ich wieder Sport machen?

Nach Ablegen des Mieders (also nach vier bis sechs Wochen) sind sport­liche Betäti­gungen wieder erlaubt. Zuvor ist Sport nur in Maßen erlaubt, da dieser eine erneute Schwel­lungs­neigung produ­ziert.

Wann bin ich wieder arbeits­fähig?

Ob und wann sie wieder arbeits­fähig sind, obliegt auch Ihrer Entscheidung. Bei körperlich anstren­gender Arbeit raten wir zu einer länger­fris­tigen Beurlaubung. Wir empfehlen sich ca. 1–2 Wochen vom beruf­lichen Alltag fernzu­halten.

Gibt es bestimmte Kosmetika/Cremes, die nach dem Eingriff verwendet werden dürfen?

Sie können gerne Ihre alltäg­liche Pflege verwenden. Wenn Sie sich jedoch unsicher sind, fragen Sie einfach einen unserer Ärzte. Es gibt spezielle Pflege­prä­parate, welche das Ergebnis einer Liposuktion unter­stützen. Bitte wenden Sie sich im Rahmen der Kontroll­termine an unser Personal.

Wie kann ich das Ergebnis der Eigen­fett­be­handlung positiv beein­flussen?

Die von uns gegebenen Verhal­tens­regeln sind so konzi­piert, dass ein optimales Ergebnis erzielt werden kann. Ein konse­quentes Tragen des Mieders und eine Kühlung in den ersten Tagen verringern die Schwellung.

Welche Pflege­cremes werden nach der Behandlung empfohlen?

Für die Einstich­stellen können (ggf. nach Entfernung der Fäden) pflegende Öle oder Salben verwendet werden. Optimal für die Pflege der verblei­benden Narben ist ein Silikongel, welches in unseren Praxen erworben werden kann und nach Fadenzug und Abfallen der Krusten auf die Narben aufge­tragen und einmas­siert wird. Gerne beraten wir Sie bei Ihrem Kontroll­termin über die Behandlung Ihrer Narben.

Bleiben Narben nach einer Eigen­fett­be­handlung zurück?

An den Einstich­stellen verbleiben kleine strich- oder punkt­förmige Narben, deren Lokali­sation und Größe Ihnen im Gespräch gern erläutert werden.

Wie teuer ist eine Eigen­fett­be­handlung für die unter­schied­lichen Regionen?

Die Kosten für die Eigen­fett­be­handlung sind indivi­duell unter­schiedlich, belaufen sich bei der Brust aber auf in etwa 3000 bis 4000 Euro, beim Gesäß auf ca. 3500 bis 5000 Euro und beim Gesicht auf ca. 1500 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Narkose, die Kompres­si­ons­wäsche und ggf. Übernachtung. Die genauen Kosten werden im Beratungs­ge­spräch mit Ihnen kalku­liert.

Gibt es Finan­zie­rungs­mo­delle wie Raten­zahlung?

Wir arbeiten mit einem externen Kredit­in­stitut zusammen, die Finan­zie­rungs­mo­delle werden über die Firma Medipay beantragt.

Übernehmen Kranken­kassen den Eingriff der Eigen­fett­be­handlung?

Aus rein ästhe­ti­schen Gründen wird die Kranken­kasse die Eigen­fett­be­handlung nicht übernehmen. Wenn bei Ihnen jedoch ein krank­hafter Befund (Narbe, Verbrennung etc.) vorliegt, kann es sein, dass die Kranken­kassen die Kosten für die Behandlung tragen. Die genauen Umstände werden wir Ihnen gerne im Beratungs­ge­spräch erläutern.

Welche Risiken gibt es grund­sätzlich bei einer Eigen­fett­be­handlung?

Generell ist die Behandlung mit Eigenfett eine sehr risikoarme Operation, dennoch gibt es Kompli­ka­tionen. In den meisten Fällen treten an den abgesaugten und unter­spritzten Arealen Schwel­lungen, Schmerzen und Hämatome auf. Zusätzlich kann es zu Missemp­fin­dungen (Paräs­thesien) oder zur Taubheit kommen, die aber in den meisten Fällen nach maximal sechs Monaten nachlassen und verschwinden.

Wodurch können Kompli­ka­tionen entstehen?

Hämatome entstehen durch kleine Einblu­tungen. Schwel­lungen und Schmerzen sind Zeichen der Entzün­dungs­re­aktion und verzö­gertem Lymph­ab­fluss, die nach einem solchen Eingriff ganz normal sind. Fettne­krosen sind Folge einer Mangel­ver­sorgung der Fettzellen und können auftreten, wenn zu große Fettläppchen trans­plan­tiert wurden, deren Zentrum nicht ausrei­chend mit Nährstoffen versorgt werden kann. Das frei werdende Öl kann dann nur sehr langsam abgebaut werden, sodass es von Fress­zellen umschlossen wird und ein Öl-gefüllter Hohlraum entsteht, der mit der Zeit fortschreitend verkalkt. Ölzysten bedürfen selten einer Punktion oder opera­tiven Entfernung.

Wie hoch ist das Risiko einer Infektion bei der Eigen­fett­be­handlung?

Die Einstich­stellen bei der Eigen­fett­be­handlung durch die Haut sind sehr klein und die Operation wird unter sterilen Bedin­gungen durch­ge­führt, sodass das Risiko für eine Infektion minimiert wird. Zusätzlich erhalten sie während der Operation prophy­lak­tisch ein Antibio­tikum, welches Ihnen bei größeren Eingriffen postope­rativ in Tablet­tenform weiter verab­reicht wird.

Können Nerven, Muskeln oder Blutge­fässe beschädigt werden?

Dass kleine Hautnerven, Blut- und Lymph­gefäße beim Eigen­fett­transfer beschädigt werden, lässt sich mit den zur Verfügung stehenden Methoden trotz stumpfer Kanülen leider nicht immer verhindern. Die Schäden sind jedoch meistens vorrüber­gehend und manifes­tieren sich als blaue Flecken (in Folge der Einblutung), Schwellung (in Folge des gestörten Lymph­ab­flusses) und als Taubheit oder Empfin­dungs­störung in den betrof­fenen Regionen. Nach der Operation kann es durchaus zu Muskel­schmerzen kommen, die aber auf eine Reizung der den Muskel umgebenden Faszie beruht. Da wir nur im Unter­haut­fett­gewebe absaugen, kommt es in der Regel bei der Eigen­fett­be­handlung nicht zur Beschä­digung von Muskeln.

Wie hoch ist das Risiko, dass zu viel Fett abgesaugt werden?

Durch die Expertise unserer Ärzte und deren langjährige Erfahrung ist das Risiko einer „Übersaugung“ gering. Eine Eigen­fett­be­handlung bei sehr schlanken Patien­tinnen, Patien­tinnen mit Binde­ge­webs­schwäche oder voran­ge­gan­genen Liposuk­tionen ist jedoch generell mit einem erhöhten Risiko für Dellen und Einzie­hungen verbunden.

Wie hoch ist das Risiko, dass zu viel Fett injiziert wird?

Eine leichte Überkor­rektur ist bei der Eigen­fett­be­handlung anfänglich normal, da 20 bis 40 Prozent der trans­plan­tierten Zellen nicht im Zielgebiet verbleiben. Eine dauer­hafte Überfüllung ist aber auch hier aufgrund der ausge­reiften Technik und Erfahrung von Dr. Rippmann und Dr. Roessing unwahr­scheinlich.

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