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Eigenfettbehandlung

Für eine
schöne Figur

Eigenfettbehandlung 2017-02-15T18:01:49+00:00

Eigen­fett­behandlung

Was versteht man unter einer Eigen­fett­be­hand­lung und gibt es unterschiedliche Bezeichnungen?

Unter Eigenfettbehandlung (oder auch  Lipofilling, Lipotransfer, autologe Fetttransplantation) versteht man die Verpflanzung von Eigenfett von einem Spender- in ein zu unterfütterndes Empfängerareal. Die erste Eigenfetttransplantation wurde bereits 1893 von dem deutschen Chirurgen Dr. Gustav Neuber  durchgeführt und gewinnt seit der Einführung der Fettabsaugung in den 70er Jahren, die eine einfache und wenig invasive Gewinnung von Fett ermöglicht, zunehmend an Beliebtheit.

Was ist das Prinzip der Eigen­fett­be­hand­lung?

Prinzipiell besteht eine Eigenfettbehandlung aus drei Schritten: Zu allererst muss das Fettgewebe aus dem Spenderareal mittels schonender Fettabsaugung gewonnen werden, danach folgt die Aufbereitung und schließlich die Replantation in das Empfängerareal. Es ist generell ein gut verträglicher chirurgischer Eingriff, mit wenig Komplikationsrisiko.

Für welche Eingriffe/Regionen ist die Ei­gen­fett­be­hand­lung be­son­ders gut ge­eig­net?

Die Eigenfettbehandlung eignet sich hervorragend zur Korrektur von Narben oder Unebenheiten der Haut, zur Verjüngung der Hand, Faltenbehandlung im Gesicht, zum Aufbau bzw. zur Vergrößerung der Brust, Lippen oder der Gesäßregion sowie des weiblichen Genitalbereichs. In gewissen Fällen ist eine Wiederholung der Eigenfettbehandlung nötig, da z.B. im Rahmen einer Brustvergrößerung mit Eigenfett eine operative Sitzung meist nicht ausreichend ist.

Die Spenderregion kann frei gewählt werden, üblich sind Bauch, Flanken, Oberschenkel und für das Gesicht die Innenseiten der Knie.

Gibt es Alternativen zur Ei­gen­fett­be­hand­lung?

Zur Unterspritzung verschiedenster Defekte und Falten sowie der Lippen stehen alternativ auch Füllstoffe (sogenannte Filler) wie z. B. Hyaluronsäure zur Verfügung, welche im Gegensatz zum Eigenfett jedoch keine besonders lang anhaltenden Lösungen sind und einer Wiederholung der Prozedur nach ca. einem Jahr bedürfen. Daher gewinnt die Behandlung mittels Eigenfett im Rahmen von Faltenbehandlungen im Gesicht immer mehr Beleibtheit. Für die Brust und das Gesäß sind aber auch bleibende Augmentationsverfahren (Vergrößerungsverfahren) mittels Silikonimplantaten möglich.

Was sind die Vorteile der Ei­gen­fett­be­hand­lung?

Das Fettgewebe ist körpereigen (autolog),  sodass Allergien, Abstoßungsreaktionen, Kapselbildung und –fibrose oder Implantatschäden in der zu behandelnden Region ausgeschlossen sind. Zudem enthält es unter anderem auch sogenannte Stammzellen, welche sich zu Kollagen-produzierenden Zellen (Fibroblasten) entwickeln können und  Substanzen produzieren, welche regenerative Prozesse fördern und so neben der auffüllenden Funktion auch zur Verbesserung des Hautbildes und zur Wundheilung beitragen. Insbesondere bei der Faltenbehandlung im Gesicht helfen diese Effekte um Falten zu glätten und die Hautqualität zu verbessern.

Vor dem Eingriff

Wann ist die Ei­gen­fett­be­hand­lung die rich­tige Methode für mich?

Wenn Sie ein lang anhaltendes Ergebnis (Jahre bis Jahrzehnte) ohne den Einsatz von Fremdkörpern oder künstlichen Füllmaterialien wünschen, Sie unter Konturunregelmäßigkeiten oder Narben leiden, sich eine moderate Brust- oder Gesäßvergrößerung wünschen und Sie sich womöglich gleichsam störender Fettpolster entledigen wollen, ist die Eigenfetttransplantation die geeignete Methode für Sie.

Kann eine Ei­gen­fett­be­hand­lung an mehreren Stellen gleich­zeitig durch­ge­führt werden?

Genauso wie die Liposuktion auch ist eine Eigenfettbehandlung durchaus an mehreren Stellen und gleichzeitig möglich. Allerdings ist die Fettmasse auf Ihre eigenen Reserven beschränkt, sodass auch die Vergrößerung des gewünschten Körperareals begrenzt ist.

Muss der Eingriff mehrmals wiederholt werden?

An den Brüsten beispielsweise kann pro Behandlung eine Vergrößerung von einer halben Körbchengröße erzielt werden. Für den Aufbau einer größeren Brust sollten zwischen dem Erst- und dem Folgeeingriff mindestens drei Monate vergehen, weitere Vergrößerungen sind dann ebenfalls nach je drei Monaten möglich. Sollten Sie ein einzeitiges Verfahren mit deutlicheren Augmentationen (Vergrößerungen) wünschen, ist von der Eigenfettbehandlung abzuraten.
Bei Brustvergrößerungen bzw. Povergrößerungen besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit der Einlage von Silikonimplantaten.
Im Sinne der Faltenbehandlung im Gesicht bzw. der angestrebten Hautverjüngung ist meist nur ein Eingriff notwendig.

Was muss ich vor der OP beachten?

Bei untergewichtigen Patientinnen ist eine Fetttransplantation aufgrund mangelnder Fettdepots ausgeschlossen, da schlichtweg zu wenig Fett für die Operation zur Verfügung steht. Wenn Sie trotzdem ein Lipofilling wünschen, so raten wir zu einer Gewichtszunahme von mindestens 5 kg vor dem Eingriff. Auch rauchende Patientinnen kommen für ein großvolumiges Lipofilling nicht ohne weiteres in Frage, da eine ausreichende Blutversorgung des Fetttransplantats durch das Nikotin nicht gewährleistet werden kann. Vor dem Eingriff sollten Sie das Rauchen somit für mindestens zwei Wochen unterlassen oder zumindest reduzieren. Ebenfalls kann die Behandlung mit Eigenfett nicht erfolgen, wenn die Spender- oder Empfängerregion infiziert (z. B. Lippenherpes oder Akne) oder durch einen bösartigen Tumor (Krebs) infiltriert ist. Bei Patient¬innen, die unter Brustkrebs litten, wird ein Brustaufbau oder eine Korrektur bzw. Vergrößerung mit Eigenfett erst nach drei Jahren der Heilung empfohlen, weil die oben erwähnten Stammzellen im Fettgewebe und deren Produkte im Verdacht stehen, das Risiko für ein Tumorrezidiv (Rückfall) zu erhöhen.
Wenn der Eingriff bei Ihnen durchgeführt werden soll, dürfen Sie sechs Stunden vor OP-Beginn keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen.

Sind Vor­unter­suchungen not­wendig?

Ob eine Eigenfettbehandlung das Richtige für Sie ist, welche Risiken und Komplikationen es gibt und ob sie bei Ihnen durchführbar ist, erfahren Sie in einem Beratungsgespräch mit Dr. Rippmann oder Dr. Roessing. Sollten Sie Vorerkrankungen haben oder ein umfangreiches Lipofilling wünschen, so werden wir die entsprechenden Voruntersuchungen veranlassen.
Welche Medikamente sollten vor einer OP nicht eingenommen werden und auf welche Genussmittel sollte im Vorfeld verzichtet werden?
Vor der Operation sollten Sie auf das Rauchen verzichten und alle Medikamente absetzen, die die Blutgerinnung hemmen (z. B. Aspirin). Bei der Einnahme von anderen Medikamenten bitten wir um Rücksprache mit uns, Ihrem Hausarzt oder unserem Narkosearzt.

Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Einen Termin können Sie in Abhängigkeit der Auslastung unseres OP-Kalenders in unseren Praxen in Berlin oder Köln vereinbaren. Empfehlenswert ist ein Termin in kälteren Monaten, da ein in den meisten Fällen ein Kompressionsmieder zu tragen ist. Zur Vereinbarung einer Beratung freuen wir uns über Ihren Anruf oder eine E-Mail. Gern wüssten wir im Voraus ob Sie bei Dr. Rippmann oder Dr. Roessing behandelt werden möchten.

Wie lange sollte ich mich beurlauben lassen?

Da Sie nach der Operation um das Spenderareal Kompressionskleidung tragen müssen und es nach der Absaugung und Einspritzung des Fetts zu Hämatomen und Schmerzen kommen kann, empfehlen wir eine Beurlaubung von ein bis zwei Wochen.

Welche Unterlagen werden vor dem Eingriff benötigt?

Die notwendigen Unterlagen werden von uns mitgegeben und zu gegebenem Zeitpunkt angefordert.

Ablauf

Wie verläuft die Eigen­fett­be­hand­lung und gibt es un­ter­schied­liche Methoden?

Für die Behandlung mit Eigenfett stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Bei den meisten wird vor der Absaugung des Fetts nach einer kleinen Stichinzision eine sogenannte Tumeszenzlösung eingespritzt, die zum größten Teil aus Kochsalzlösung besteht, um das Gewebe zu lockern und die Absaugung zu vereinfachen. Zusätzlich enthält sie das Hormon Adrenalin zur Verengung der kleinen Blutgefäße und Minimierung der Blutung. Mit der Wasserstrahl-Methode (WAL) wird die Tumeszenzlösung als Wasserstahl ins Gewebe gebracht, das Fett dabei gelockert, direkt abgesaugt und in einem Behälter gesammelt. Bei der Gewinnung des Fetts verwendet man stumpfe Kanülen und arbeitet mit geringem Sog, um so wenige Fettzellen wie möglich zu beschädigen. Zudem benutzt man dafür relativ schmale Kanülen mit mehreren Öffnungen, damit möglichst kleine Fettläppchen gewonnen werden. Die Unversehrtheit der Zellen und Größe der Läppchen ist nämlich bei der Transplantation von hoher Relevanz: nur intakte Fettzellen verbleiben in der Empfängerregion und nur kleine Fettläppchen können zentral ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Nach der Absaugung folgt die Aufbereitung des Materials, bei dem der Überschuss an Wasser, Öl und Zellresten nach schonender Zentrifugation oder bloßem Absetzen durch die Schwerkraft entfernt werden muss. Bei der WAL wird das gewonnene Fett im Lipokollektor von der Öl-Wasser-Fraktion getrennt. Das Öl und freie Zellbestandteile würden bei einer Transplantation zu starken Entzündungsreaktionen und dadurch zur Schädigung der Fettzellen führen. Auch beim Einspritzen des Fetts mit stumpfen Kanülen (nach einem kleinen Stich mit einer scharfen Kanüle) wird mittels geringen Drucks dafür gesorgt, dass die Zellen das Empfängerareal unbeschadet erreichen. Die unterschiedlichen Methoden des Lipofillings unterscheiden sich vor allem in ihrem Equipment, der Absaugtechnik und Aufbereitungsprozedur, folgen aber alle dem oben beschriebenen Prinzip.

Wie lange dauert der Eingriff?

Die Dauer des Eingriffs hängt maßgeblich von der zu transplantierenden Fettmenge ab, kann aber aufgrund der vielen kleinen Arbeitsschritte und dem vorsichtigen Umgang mit den Zellen bei größeren Transplantaten mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Eine ungefähre OP-Zeit wird Ihnen der beratende Arzt im Vorgespräch mitteilen.

Erfolgt der Eingriff ambulant?

Ob der Eingriff ambulant erfolgt, oder Sie für eine Nacht in unserer Einrichtung bleiben, ist vom Umfang des Fetttransfers und Ihren Wünschen abhängig. Sollten Sie stationär bleiben, werden Sie rund um die Uhr von bestens ausgebildetem Pflegepersonal betreut. Meist ist es empfehlenswert 1 Nacht in unserer Praxis zu bleiben.

Wird nur örtlich betäubt?

Die örtliche Betäubung kommt für den Eigenfetttransfer nicht in Frage, da bewiesen wurde, dass die örtlichen Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) die Fettzellen schädigen und sie somit zu unbefriedigenden Resultaten führen würden. Daher ist immer eine Narkose zur Gewinnung von Eigenfett notwendig.
In Ausnahmefällen (Korrekturen im Gesicht etc.) kann auf eine Vollnarkose verzichtet werden. Hierzu ist die Aufbereitung des entnommenen Fettes aufwendiger um das lokale Betäubungsmittel aus dem entnommenen Fett zu waschen. Wir werden Sie dementsprechend gern beraten.

Nach dem Eingriff

Ist das Ergebnis sofort sichtbar?

Nach der Operation ist das endgültige Ergebnis noch nicht sichtbar, da nicht alle verpflanzten Fettzellen einheilen und das unterspritzte Areal noch geschwollen ist. Ebenfalls können kleine Einstichstellen und blaue Flecken zu sehen sein, die aber in den meisten Fällen problemlos abheilen. Nach ca. vier Wochen kann bei einer Einheilungsrate der Zellen von ungefähr 60 bis 80 Prozent vom finalen Ergebnis gesprochen werden. Bis die abgesaugten Areale abgeschwollen sind, kann es jedoch bis zu sechs Monaten dauern.

Wie oft kann eine Ei­gen­fett­be­hand­lung an der­sel­ben Stelle wieder­holt werden?

Solange ausreichend Fett zur Transplantation vorhanden ist, kann eine Eigenfettbehandlung so oft wie gewollt wiederholt werden. Die Spenderregionen jedoch sollten nicht öfter als drei Mal verwendet werden, da das durch die vorangegangenen Liposuktionen entstandene Narbengewebe den Eingriff erschweren und es dort zu Unterhautdefekten kommen kann. Auch muss eine Fettüberfüllung im Empfängerareal vermieden werden. Diese bewirkt einen zu hohen Druck im Gewebe, der die ausreichende Durchblutung verhindert und so zum Absterben der transplantierten Zellen führt.

Ist die Einnahme von schmerz­stillenden Medi­kamenten notwendig?

Ob Sie Schmerzmittel einnehmen müssen, ist von Ihrer individuellen Schmerztoleranz abhängig. Die Medikamente stehen in unserer Klinik für die Zeit direkt nach der Operation ausreichend zur Verfügung. Weiterhin erhalten Sie ein Rezept über Schmerzmittel wenn Sie unsere Praxis verlassen.

Inwieweit sind Korrekturen nach dem Eingriff möglich?

Ist zu wenig Fett eingespritzt worden, so ist eine Korrektur möglich, aber mit einer erneuten Operation verbunden. Wenn zu viel Fett eingebracht wurde, kann dieses unter Umständen wieder abgesaugt werden. Im Gesicht oder der Hand aber werden nur wenige Milliliter transplantiert, wodurch eine Korrektur meist nicht notwendig ist.

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

Nach der Operation muss an der Spenderregion für die Zeit von vier bis sechs Wochen ein Kompressionsmieder getragen werden. Dieses kann natürlich gewaschen werden. Das Empfängerareal wird häufig für drei bis vier Tage mittels Tapes in Form gebracht und sollte vorerst gekühlt und nicht mechanisch überstrapaziert oder stark komprimiert werden, denn dies kann zur Verlagerung (Migration) oder Absterben des Fetts führen. Zudem raten wir zu einem konstanten Gewicht, da auch das körpereigene transplantierte Fett den Gewichtsschwankungen unterliegt und bei massivem Gewichtsverlust verloren gehen kann.

Welche Tätigkeiten sollte ich nach dem Eingriff unterlassen?

Nach dem Eingriff sollten Sie ebenfalls für vier bis sechs Wochen keinen Sport treiben um erneuten Schwellungen vorzubeugen. Duschen ist erlaubt, Baden jedoch erst nach Entfernung der Fäden.

Sieht man Einstiche, blaue Flecken o. Ä.?

Hämatome und Schwellungen sind möglich, bilden sich aber meistens wieder zurück. Die Einstichstellen sind dezent und werden an exponierten Stellen wie dem Gesicht oder der Hand, mit so dünnen Kanülen gesetzt, dass sie nicht lange sichtbar sind. Die Stichinzisionen an der Spenderregion werden mit einem oder maximal zwei Stichen zugenäht und die Fäden nach sieben bis zehn Tagen wieder gezogen. Aus den Einstichstellen fließt nach dem Eingriff für 24 h meist noch Flüssigkeit ab.

Ab wann kann ich wieder Sport machen?

Nach Ablegen des Mieders (also nach vier bis sechs Wochen) sind sportliche Betätigungen wieder erlaubt. Zuvor ist Sport nur in Maßen erlaubt, da dieser eine erneute Schwellungsneigung produziert.

Wann bin ich wieder arbeitsfähig?

Ob und wann sie wieder arbeitsfähig sind, obliegt auch Ihrer Entscheidung. Bei körperlich anstrengender Arbeit raten wir zu einer längerfristigen Beurlaubung. Wir empfehlen sich ca. 1-2 Wochen vom beruflichen Alltag fernzuhalten.

Gibt es bestimmte Kosmetika/Cremes, die nach dem Eingriff nicht verwendet werden dürfen?

Sie können gerne Ihre alltägliche Pflege verwenden. Wenn Sie sich jedoch unsicher sind, fragen Sie einfach einen unserer Ärzte. Es gibt spezielle Pflegepräparate, welche das Ergebnis einer Liposuktion unterstützen. Bitte wenden Sie sich im Rahmen der Kontrolltermine an unser Personal.

Wie kann ich das Ergebnis positiv beeinflussen?

Die von uns gegebenen Verhaltensregeln sind so konzipiert, dass ein optimales Ergebnis erzielt werden kann. Ein konsequentes Tragen des Mieders und eine Kühlung in den ersten Tagen verringern die Schwellung.

Welche Pflegecremes werden nach der Behandlung empfohlen?

Für die Einstichstellen können (ggf. nach Entfernung der Fäden) pflegende Öle oder Salben verwendet werden. Optimal für die Pflege der verbleibenden Narben ist ein Silikongel, welches in unseren Praxen erworben werden kann und nach Fadenzug und Abfallen der Krusten auf die Narben aufgetragen und einmassiert wird. Gerne beraten wir Sie bei Ihrem Kontrolltermin über die Behandlung Ihrer Narben.

Risiken

Welche Risiken gibt es grundsätzlich?

Generell ist die Behandlung mit Eigenfett eine sehr risikoarme Operation, dennoch gibt es Komplikationen. In den meisten Fällen treten an den abgesaugten und unterspritzten Arealen Schwellungen, Schmerzen und Hämatome auf. Zusätzlich kann es zu Missempfindungen (Parästhesien) oder zur Taubheit kommen, die aber in den meisten Fällen nach maximal sechs Monaten nachlassen und verschwinden.

Wodurch können Komplikationen entstehen?

Hämatome entstehen durch kleine Einblutungen. Schwellungen und Schmerzen sind Zeichen der Entzündungsreaktion und verzögertem Lymphabfluss, die nach einem solchen Eingriff ganz normal sind. Fettnekrosen sind Folge einer Mangelversorgung der Fettzellen und können auftreten, wenn zu große Fettläppchen transplantiert wurden, deren Zentrum nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann. Das frei werdende Öl kann dann nur sehr langsam abgebaut werden, sodass es von Fresszellen umschlossen wird und ein Öl-gefüllter Hohlraum entsteht, der mit der Zeit fortschreitend verkalkt. Ölzysten bedürfen selten einer Punktion oder operativen Entfernung.

Wie hoch ist das Risiko einer Infektion?

Die Einstichstellen durch die Haut sind sehr klein und die Operation wird unter sterilen Bedingungen durchgeführt, sodass das Risiko für eine Infektion minimiert wird. Zusätzlich erhalten sie während der Operation prophylaktisch ein Antibiotikum, welches Ihnen bei größeren Eingriffen postoperativ in Tablettenform weiter verabreicht wird.

Können Nerven, Muskeln oder Blutgefäße beschädigt werden?

Dass kleine Hautnerven, Blut- und Lymphgefäße beim Eigenfetttransfer beschädigt werden, lässt sich mit den zur Verfügung stehenden Methoden trotz stumpfer Kanülen leider nicht immer verhindern. Die Schäden sind jedoch meistens vorrübergehend und manifestieren sich als blaue Flecken (in Folge der Einblutung), Schwellung (in Folge des gestörten Lymphabflusses) und als Taubheit oder Empfindungsstörung in den betroffenen Regionen. Nach der Operation kann es durchaus zu Muskelschmerzen kommen, die aber auf eine Reizung der den Muskel umgebenden Faszie beruht. Da wir nur im Unterhautfettgewebe absaugen, kommt es in der Regel nicht zur Beschädigung von Muskeln.

Wie hoch ist das Risiko, dass zu viel Fett abgesaugt wird?

Durch die Expertise unserer Ärzte und deren langjährige Erfahrung ist das Risiko einer „Übersaugung“ gering. Eine Eigenfettbehandlung bei sehr schlanken Patientinnen, Patientinnen mit Bindegewebsschwäche oder vorangegangenen Liposuktionen ist jedoch generell mit einem erhöhten Risiko für Dellen und Einziehungen verbunden.

Wie hoch ist das Risiko, dass zu viel Fett injiziert wird?

Eine leichte Überkorrektur ist bei der Eigenfettbehandlung anfänglich normal, da 20 bis 40 Prozent der transplantierten Zellen nicht im Zielgebiet verbleiben. Eine dauerhafte Überfüllung ist aber auch hier aufgrund der ausgereiften Technik und Erfahrung von Dr. Rippmann und Dr. Roessing unwahrscheinlich.

Narben

Bleiben Narben nach dem Eingriff zurück?

An den Einstichstellen verbleiben kleine strich- oder punktförmige Narben, deren Lokalisation und Größe Ihnen im Gespräch gern erläutert werden.

Kosten

Wie teuer ist eine Ei­gen­fett­be­hand­lung für die unter­schied­lichen Regionen?

Die Kosten für die Eigenfettbehandlung sind individuell unterschiedlich, belaufen sich bei der Brust aber auf in etwa 3000 bis 4000 Euro, beim Gesäß auf ca. 3500 bis 5000 Euro und beim Gesicht auf ca. 1500 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Narkose, die Kompressionswäsche und ggf. Übernachtung. Die genauen Kosten werden im Beratungsgespräch mit Ihnen kalkuliert.

Gibt es Finan­zierungs­modelle wie Raten­zahlung?

Wir arbeiten mit einem externen Kreditinstitut zusammen, die Finanzierungsmodelle werden über die Firma Medipay beantragt.

Übernehmen Krankenkassen den Eingriff?

Aus rein ästhetischen Gründen wird die Krankenkasse den Eingriff nicht übernehmen. Wenn bei Ihnen jedoch ein krankhafter Befund (Narbe, Verbrennung etc.) vorliegt, kann es sein, dass die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung tragen. Die genauen Umstände werden wir Ihnen gerne im Beratungsgespräch erläutern.

Kontakt

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Telefon

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Kontaktformular

Auf einen Blick

Dauer des Eingriffs: Individuell je nach Umfang

Narkoseart: Vollnarkose

Klinikaufenthalt: 1 Nacht empfohlen

Vor dem Eingriff: mind. 2 Wochen nicht rauchen

Nach dem Eingriff: 4-6 Wochen Kompressionsmieder tragen

Kosten: individuell je nach Umfang

Narbenbildung: feine, kaum sichtbare Narben

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