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Lipödem

Was ist ein Lipödem?

Ein Lipödem ist eine Erkrankung, die durch die krankhafte, chronische und seitengleiche Vermehrung des Unterhautfettgewebes charakterisiert wird.

Welche anderen Bezeichnungen gibt es für ein Lipödem?

Andere Bezeichnungen für das Krankheitsbild sind Säulenbein, Lipohyperplasia dolorosa, Adipositas dolorosa oder Lipalgie. Die meisten dieser Bezeichnungen entstanden aufgrund der klinischen Symptomatik der Gewebsvermehrung und der begleitenden Schmerzen.

 

Allgemeine Information zu Lipödem

Was ist der Unterschied zwischen Lymphödem und Lipödem?

Das Lipödem ist eine angeborene Fettverteilungsstörung mit vorerst ungestörtem Lymphabfluss. Beim Lymphödem handelt es sich entweder um eine angeborene Fehlbildung (primär) oder um eine Schädigung (sekundär) des Lymphsystems. Ein Lipödem schließt das Auftreten eines Lymphödems jedoch nicht aus.

Wie erkennt man, dass es sich um ein Lipödem handelt?

Charakteristisch für das Lipödem ist die gleichmäßige Verteilung des Fetts, vordergründig an den Beinen und in den meisten Fällen auch an den Armen unter Aussparung des Stammes, der Füße und Hände, was zu einer deutlich unförmigen Körpersilhouette führt. Die Betroffenen klagen über Schmerzen, Ödeme und sehr leicht zu verursachende blaue Flecken.

Was sind die Ursachen für ein Lipödem?

Die Ursachen für das Lipödem sind weitestgehend ungeklärt. Vermutet werden eine genetische Vorbelastung und ein Zusammenhang mit den weiblichen Geschlechtshormonen für die massenhafte Vermehrung der Fettzellen. Im Gegensatz zur Fettsucht (Adipositas) liegt im Fettgewebe von an Lipödem Erkrankten nicht eine Vergrößerung (Hypertrophie), sondern eine deutliche Vermehrung (Hyperplasie) von Fettzellen vor. Nicht verantwortlich für die Fetteinlagerungen sind somit Fehlernährung oder mangelnde sportliche Betätigung.

Das Fettgewebe ist sehr gut durchblutet, sodass folglich auch mehr Lymphflüssigkeit entsteht (sie ist sozusagen das Filtrat des Bluts, welches nicht über die kleinsten venösen Gefäße wieder aufgenommen wird). Vermutet wird eine Schädigung der Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese) und ein Defekt der Kapillaren, also der kleinsten Blutgefäße (Mikroangiopathie). Ihre Durchlässigkeit ist beim Lipödem erhöht und führt unweigerlich zu einem vermehrten Flüssigkeits- und Eiweißaustritt ins Gewebe. Dieser kann durch das Lymphsystem nicht ausreichend kompensiert werden, sodass es trotz funktionierenden Lymphabflusses zur ödematösen Schwellung kommt. Dies ist häufig der Grund für die Schmerz- und Druckempfindlichkeit der Erkrankten. Das ebenfalls aus den Kapillaren herausgetretene Eiweiß verursacht im Gewebe entzündliche Prozesse und daraufhin Verhärtungen und Vernarbungen der Lymphgefäße. Folglich kann ein fortgeschrittenes Lipödem auch Ursache eines sekundären Lymphödems sein. Zur erhöhten Durchlässigkeit der Kapillaren kommt bei Lipödempatienten auch die Empfindlichkeit derselben hinzu, die sich in der verstärkten Neigung zu blauen Flecken äußert.

Wer ist in der Regel betroffen?

Vom Lipödem betroffen sind in der Regel nur Frauen. In sehr seltenen Fällen kann ein dem Lipödem ähnliches Bild auch bei vorerkrankten Männern auftreten, die unter einem gestörten Hormonhaushalt leiden.

Wann tritt ein Lipödem in der Regel auf?

Typischer Weise tritt ein Lipödem bei jungen Frauen vorwiegend bis zum dritten Lebensjahrzehnt auf. Es sind Fälle nach Schwangerschaft aber auch nach der Menopause (letzte Regelblutung) beschrieben worden. Ein genauer Zusammenhang mit Alter oder Hormonstatus kann also nicht gezogen werden.

Wenn es sich um eine Erkrankung handelt, wer stellt die Diagnose?

Da die Diagnose des Lipödems weitestgehend klinisch erfolgt, sich also nach den Symptomen der Patientinnen richtet, kann jeder Arzt sie stellen. Das Krankheitsbild wird jedoch häufig nicht erkannt und missinterpretiert. Sollten Sie ähnliche Beschwerden haben, ist somit ein Arzt mit lymphologischem Schwerpunkt zu empfehlen, da dieser um die mögliche Differentialdiagnosen weiß und mit dem Beschwerdebild des Lipödems bestens vertraut ist.

Wie verläuft die Erkrankung bzw. welche Schweregrade gibt es?

Die Erkrankung verläuft fortschreitend (progredient) und wird in vier Stadien eingeteilt: Im Stadium I liegen eine normale Hautoberfläche und ein leicht verdicktes Unterhautfettgewebe mit kleineren Knoten vor. Im Stadium II ist die Hautoberfläche bereits uneben und es sind größere Knoten im Fettgewebe darunter tastbar. Stadium III zeichnet sich durch große Dellen und Wülste, Knoten und Fettlappen an Knien und Oberschenkeln aus und im Stadium IV liegt ein durch das Lipödem verursachtes Lymphödem vor (Lipolymphödem).

Helfen Diäten oder Sport bei einem Lipödem?

Charakteristisch für das Krankheitsbild des Lipödems ist, dass Diäten und Sport grundsätzlich frustran sind und nicht zum Gewichtsverlust führen.

Welche Therapien gibt es?

Zur Therapie des Lipödems stehen die konservative Therapie des Lymphödems (komplexe Entstauungstherapie, also Lymphdrainage, Kompression und Entstauungsgymnastik) und die Fettabsaugung (Liposuktion) zur Verfügung.

Ist eine vollständige Heilung möglich?

Nach Liposuktion ist in Kombination mit postoperativer komplexer Entstauungstherapie eine deutliche Besserung der Beschwerden zu erwarten. Von einer vollständigen Heilung kann leider nicht ausgegangen werden.

Wann ist ein operativer Eingriff sinnvoll bzw. erforderlich?

Da die Erkrankung chronisch und fortschreitend verläuft, ist ein operativer Eingriff in Form der Liposuktion zeitnah nach Diagnosestellung sehr sinnvoll.

Was passiert vor der Lipödem OP?

Gibt es verschiedene Methoden, um ein Lipödem zu entfernen?

Es gibt verschiedene Methoden der Liposuktion, von denen für die Therapie des Lipödems in unserer Praxis die Wasserstrahl-assistierte Liposuktion (WAL) und Tumeszenz-Liposuktion (TLA) zur Verfügung stehen.

Bessern sich die Beschwerden durch eine Fettabsaugung?

Durch eine Fettabsaugung können die Beschwerden durchaus gebessert werden. Häufig werden die Schmerzen gelindert, zum Teil die Neigung zu blauen Flecken verringert und die Bildung von Ödemen minimiert. Zudem wird der Körper durch die Fettabsaugung konturiert und proportioniert.

Was muss ich vor der OP beachten?

Es ist darauf zu achten, dass Sie für mindestens sechs Stunden vor der Operation nichts essen und für mindestens zwei Stunden davor nichts trinken (vorher sind kleine Mengen an Wasser und ungesüßtem Tee erlaubt). Sie werden nach dem Eingriff für ca. eine bis zwei Wochen nicht arbeitsfähig sein, sodass es ratsam ist, sich für diesen Zeitraum vom Berufsalltag fernzuhalten. Um ein optimales postoperatives Ergebnis zu erreichen, sollten sie bereits vor der Operation die anstehenden Lymphdrainagen und begleitenden Entstauungstherapien reservieren.

Wie viele OPs sind notwendig?

Bei einer OP können wir bis zu fünf Liter Fett absaugen. Da vor der Absaugung, wie beschrieben, Flüssigkeit infiltriert wird, kann es bei größeren Absaugvolumina zum Flüssigkeitsüberschuss für den Körper kommen. Wenn Ihr Befund einer ausgiebigeren Liposuktion bedarf, so sind Folgeeingriffe zur weiteren Reduzierung des Fetts jedoch nach ca. drei Monaten durchführbar.

Wie vollständig kann ein Lipödem entfernt werden?

Ein Lipödem kann meist nur deutlich reduziert und die Beschwerden gelindert werden. Eine Heilung können wir nicht versprechen.

Welche Voruntersuchungen sind notwendig?

Vor der Fettabsaugung ist die klare Diagnose obligat. Häufig bleibt ein Lipödem unerkannt und wird mit einem Lymphödem verwechselt. Ist dies umgekehrt der Fall, so ist eine Liposuktion nicht indiziert. Ob und welche Voruntersuchungen notwendig sind, erfahren Sie in einem ausführlichen Beratungsgespräch in unseren Praxen in Berlin und Köln.

Welche Medikamente sollten vor einer OP nicht eingenommen werden?

Wie vor jedem operativen Eingriff dürfen Sie keine blutverdünnenden Medikamente (wie z. B. ASS) einnehmen. Bei anderen Medikamenten bitten wir Sie um Rücksprache mit uns, Ihrem Hausarzt oder unserem Narkosearzt.

Auf welche Genussmittel sollte im Vorfeld und wie lange verzichtet werden?

Zwei Wochen vor und vier Wochen nach der OP sollten Sie wenn möglich auf das Rauchen verzichten oder die Anzahl der Zigaretten reduzieren, da das Nikotin sich negativ auf die Wundheilung und die bei Betroffenen eh schon gesteigerte Hämatomneigung auswirkt.

Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Wie schnell Sie einen Termin bekommen, ist von der Auslastung unseres Terminkalenders abhängig. Rufen Sie uns gern in einer unserer Praxen in Berlin oder Köln an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Wie lange sollte ich mich beurlauben lassen?

Wir raten zu einer Beurlaubung von ein bis zwei Wochen, da Sie nach dem Eingriff wahrscheinlich noch leichte Schmerzen haben und die betroffenen Areale noch deutlich geschwollen und blutergussunterlaufen sein werden.

Welche Unterlagen werden vor dem Eingriff benötigt?

Alle benötigten Unterlagen erhalten Sie von uns. Wir werden diese dann zu gegebenem Zeitpunkt anfordern. Von Vorteil ist es, wenn sie etwaige Arztbriefe zur Diagnose und ggf. Therapie bereits zum Beratungsgespräch mitbringen.

Ablauf der Lipödem Entfernung

In welchen Schritten verläuft die Entfernung eines Lipödems?

Die Entfernung des Lipödems gleicht der normalen Fettabsaugung und kann mit den bereits bekannten Methoden (WAL und TLA) durchgeführt werden. Vor der eigentlichen Absaugung wird über kleine Stichinzisionen eine Lösung (Tumsezenzlösung) eingespritzt, die zum Großteil aus Kochsalzlösung besteht. Zusätzlich enthält sie das Hormon Adrenalin, um die Blutung zu minimieren, und das örtliche Betäubungsmittel Lidocain. Nach einer gewissen Einwirkzeit folgt die Liposuktion mit stumpfen Kanülen um die Beschädigung von empfindlichen Strukturen zu reduzieren. Wenn genug Fett an entsprechenden Arealen entfernt wurde, wird zur nächsten Region übergegangen. Ob genügend Fett entfernt wurde, erkennen wir daran, wie sich der Hautmantel nach der Fettabsaugung anfühlt. Dies erfordert einige Erfahrung um bestimmte Areale nicht zu „übersaugen“ und keine unliebsamen Dellen und Konturunregelmäßigkeiten hervorzurufen.

Sollten nach der ersten Liposuktion weiterhin Regionen mit einem symptomatischen Lipödem verbleiben, können wir nach 3 Monaten die nächste Liposuktion planen. Bitte planen Sie begleitend immer Lymphdrainagen bzw. Entstauungstherapien ein, um das beste operative Endergebnis zu erzielen.

Wie lange dauert der Eingriff?

Die Dauer des Eingriffs bemisst sich an der abzusaugenden Fettmenge. Diese bemisst einer unserer Ärzte mit Ihnen im Beratungsgespräch und wird Ihnen dann eine ungefähre OP-Zeit mitteilen können.

Ist ein Klinikaufenthalt nötig?

Das ist abhängig vom Ausmaß des Befundes. Beim Lipödem handelt es sich meist um große Absaugvolumina, sodass ein Aufenthalt in unserer Einrichtung empfehlenswert ist. Sie werden bei uns rund um die Uhr von examinierten Pflegekräften betreut.

Wer führt die Operation durch?

Die Operation wird von Herrn Dr. Volker Rippmann oder von Herrn Christian Roessing durchgeführt. Beide sind sehr erfahrene Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie und seit vielen Jahren versierte Operateure auf dem Gebiet der Liposuktion. Assistiert wird Ihnen dabei häufig von ihrer langjährigen Assistentin Frau Dr. Sophia Deter.

Welche Narkose wird empfohlen?

Für ausgedehnte Fettabsaugungen empfehlen wir immer eine Vollnarkose. Bei kleineren Korrektureingriffen kann auch eine lokale Betäubung ausreichend sein. Welche Art der Narkose für Sie optimal wäre, teilen wir Ihnen gern im Rahmen des Beratungsgespräches mit.

Wie es nach der Lipödem OP weitergeht

Ab wann ist das Ergebnis des Eingriffs sichtbar?

Das endgültige Ergebnis ist ungefähr vier bis sechs Monate nach dem letzten Eingriff sichtbar. Erste Tendenzen können Sie jedoch nach ca. sechs bis acht Wochen schon erkennen.

Muss ich Kompressionsverbände oder Ähnliches nach der OP tragen und für wie lange?

Sie müssen nach der Operation ein Kompressionsmieder an entsprechenden Arealen tragen. Dieses wird Ihnen bereits im OP-Saal angezogen und verringert in den nächsten vier bis sechs Wochen die Schwellung.

Welche Medikamente werden eingesetzt?

In der Tumeszenzlösung befinden sich neben der Kochsalzlösung das Hormon Adrenalin zur Minimierung der Blutung und das örtliche Betäubungsmittel Lidocain sowie die Puffersubstanz Natriumhydrogenkarbonat. Weiterhin bekommen Sie durch den Narkosearzt entsprechende Narkosemedikamente, Schmerzmedikamente und ein Antibiotikum.

Was ist nach einer OP zu beachten?

Nach der Operation ist die Kompressionswäsche rund um die Uhr zu tragen. Aus den Einstichstellen kann in den ersten zwei Tagen noch Flüssigkeit austreten, was aber normal ist und Sie nicht beunruhigen sollte. Gerade die Beine neigen postoperativ zu Schwellungen. Bei sehr starker Ausprägung und Verfärbung, bitten wir Sie, sich zeitnah bei uns vorzustellen. Für Notfälle erhalten Sie eine Telefonnummer von uns, unter der wir jederzeit erreichbar sind.

Wie lange werden blaue Flecken und/oder Schwellungen zu sehen sein?

Die blauen Flecken bilden sich in etwa nach zwei Wochen zurück, geschwollen kann das abgesaugte Areal aber bis zu sechs Monaten postoperativ sein.

Wie kann ich den Heilungsprozess am besten unterstützen?

Mit einer schonenden Lymphdrainage kann die Schwellung reduziert werden. Dabei werden die entsprechenden Areale (beim Lipödem also Beine und Arme) in Richtung Körpermitte ausgestrichen.

Ist Bettruhe erforderlich?

Körperliche Schonung kann in den ersten Tagen nicht schaden. Um die Schwellung zu mobilisieren und das Risiko für eine Thrombose zu verringern, ist die zeitnahe leichte körperliche Aktivität zu empfehlen. Bettruhe ist nicht erforderlich.

Welche Tätigkeiten sollte ich nach der OP unterlassen?

Sie sollten nach der OP jegliche sportliche Tätigkeit oder hohe körperliche Belastung unterlassen, weil diese sich negativ auf die Schwellung auswirken. Sie können jederzeit duschen, baden aber erst nach Entfernung der Fäden. Bitte tragen Sie das Kompressionsmieder so lange wie möglich und ziehen sie es nur zum Duschen/Baden aus oder um es zu waschen.

Ab wann kann ich wieder Sport machen?

Sportliche Tätigkeiten sind nach Ablegen des Mieders, also nach vier bis sechs Wochen wieder erlaubt.

Wann bin ich wieder arbeitsfähig?

Ob und wann Sie wieder arbeitsfähig sind, hängt von ihrem Arbeitsplatz ab. Wir empfehlen eine Beurlaubung von ein bis zwei Wochen, bei körperlich anstrengender Arbeit ist eine längere Auszeit jedoch ratsam.

Gibt es bestimmte Kosmetika/Cremes, die nach der OP nicht verwendet werden dürfen?

Sie können Ihre alltägliche Pflege auch nach der Operation weiter verwenden. Fragen Sie bei Ihrem Beratungsgespräch gerne nach, wenn Sie sich bezüglich Ihrer Kosmetika unsicher sind.

Welche Pflegecremes werden nach der Behandlung empfohlen?

Für die Narbenpflege empfehlen wir nach Fadenzug pflegende Salben oder Öle (z. B. Bepanthen). Sind die Krusten abgefallen, so können die Narben mit Silikongel versorgt werden, mit dem Sie die Narben massieren, sodass sie möglichst schnell verblassen.

Kann das Lipödem nach der OP wieder zurückkehren?

Die Liposuktion führt zur dauerhaften Reduktion der Beschwerden. Allerdings können durch eine fortschreitende Erkrankung auch die charakteristischen Symptome wieder auftreten. Daher empfiehlt es sich dauerhaft in fachärztliche Behandlung zu begeben.

Inwieweit sind Korrekturen nach einer OP möglich?

Nach der Operation oder den Folgeeingriffen, sind Korrekturen jederzeit möglich. Unsere Ärzte sind jedoch stets darauf bedacht, dass diese erst gar nicht nötig werden.

Bleiben Narben nach dem Eingriff zurück?

Nach dem Eingriff bleiben kleine punkt- oder strichförmige Narben zurück, über deren Größe und Lokalisation Sie in Ihrem Beratungs- oder Vorgespräch informiert werden. Meist liegen diese aber in unauffälligen Regionen, so dass diese später kaum sichtbar sind.

Welche Risiken gibt es grundsätzlich?

Wie bereits erwähnt, lassen sich bei der Fettabsaugung Hämatome und Schwellungen der betroffenen Regionen nicht vermeiden. Sie wirken aber der Schwellung durch ein konsequentes Tragen des Kompressionsmieders entgegen. Generell kann direkt nach der Operation das endgültige Ergebnis noch nicht abgeschätzt und somit auch verbliebene Asymmetrien erst nach ca. sechs Monaten beurteilt werden. In seltenen Fällen muss daraufhin eine kleine Korrektur durchgeführt werden.

Wodurch können Komplikationen entstehen?

Schwerwiegende Komplikationen bei der Fettabsaugung sind in der Literatur zwar beschrieben worden, aber zumeist auf die mangelnde Erfahrung des Operateurs und eine unsachgemäße Durchführung des Eingriffs zurückzuführen. Herr Roessing und Herr Rippmann sind auf dem Gebiet der ästhetischen Chirurgie sehr erfahren, sodass Sie sich dahingehend nicht sorgen müssen. Sie werden in Ihrem Beratungsgespräch detailliert über alle Komplikationen der Liposuktion aufgeklärt.

Wie hoch ist das Risiko einer Infektion?

Die Fettabsaugung ist eine Operation und wird demnach unter sterilen Bedingungen durchgeführt, was das Risiko einer Infektion deutlich verringert. Während des Eingriffs erhalten sie zudem ein Antibiotikum, das Ihnen postoperativ für mindestens fünf Tage in Tablettenform weiter von uns verschrieben wird.

Können Nerven oder Muskeln beschädigt werden?

Trotz der bei der Liposuktion verwendeten stumpfen Kanülen und sorgfältigen Arbeitsweise, kann es zur Beschädigung kleinster Hautnerven kommen. Diese äußert sich im betroffenen Gebiet als Missempfindung oder Taubheit, bildet sich aber meist binnen sechs Monaten wieder zurück. Nach der Operation werden sie wahrscheinlich einen muskelkaterartigen Schmerz verspüren, der aus der Reizung der den Muskel umgebenden Faszie resultiert. Eine Schädigung der Muskeln tritt aber nicht auf.

Welche bleibenden Schäden sind möglich?

Selten treten bleibende Schäden wie ein dauerhaftes Taubheitsgefühl, Dellen oder Einziehungen auf. Wir versuchen diese mittels schonender Absaugung zu vermeiden.

Wie hoch ist das Risiko, eine Korrektur machen zu müssen?

Sollten nach dem letzten Eingriff Asymmetrien durch verbliebene Fettpolster oder Dellen entstehen, so wird eine Korrektur notwendig. Diese führen wir nach deutlichem Rückgang der Schwellung und je nach Ausmaß meist in örtlicher Betäubung und ambulant durch.

Wie hoch ist das Risiko für Dellen und dafür, dass zu viel Fett abgesaugt wird?

Aufgrund der langjährigen Erfahrung unserer Ärzte ist das Risiko für eine „Übersaugung“ gering. Generell ist für schlanke Patientinnen und für Patientinnen mit Bindegewebsschwäche das Risiko für Dellenbildung und Einziehungen erhöht. Beim Lipödem ist das Unterhautfettgewebe aber stark verdickt, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass zu viel Fett entfernt wird, gering ist.

Besteht das Risiko, dass zu wenig Fett abgesaugt wird?

Eine Absaugung von über fünf Litern Fett ist wegen möglicher Komplikationen meist nicht empfehlenswert. Bei Lipödem-Patientinnen liegen häufig ausgeprägtere Befunde vor, sodass es meist nicht bei einem Eingriff bleibt. Sollten nach dem letzten Eingriff noch Asymmetrien durch Fettpolster bestehen, können diese selbstverständlich noch entfernt werden.

Kann ich mich rechtlich vor Fehleingriffen absichern?

Sie können bis spätestens einen Tag vor der Operation einen Versicherungsantrag für eventuell anfallende Folgekosten bei einem Versicherungsinstitut einreichen und erhalten so einen Versicherungsschutz für ein bis zwei Jahre. Wir händigen Ihnen im Rahmen des Beratungsgespräches gern entsprechende Unterlagen aus.

Wie teuer ist eine Fettabsaugung für die unterschiedlichen Problemzonen?

Die Kosten für eine Fettabsaugung bei Lipödem sind den Kosten einer konventionellen Fettabsaugung sehr ähnlich. Eine Region (z.B. Oberschenkelinnenseiten) kostet 1500€, bei weiteren Regionen summieren sich diese je nach Ausmaß. Hinzu kommen die Kosten für die Narkose, die Kompressionswäsche und ggf. Übernachtung. Die genauen Kosten werden im Beratungsgespräch mit Ihnen kalkuliert.

Gibt es Finanzierungsmodelle wie Ratenzahlung?

Wir arbeiten mit einem externen Kreditinstitut zusammen, die Finanzierungsmodelle werden über die Firma Medipay beantragt.

Übernehmen Krankenkassen den Eingriff?

Aus rein ästhetischen Gründen werden die Krankenkassen den Eingriff nicht übernehmen. Da bei Ihnen jedoch meist ein krankhafter Befund (Diagnose Lipödem) vorliegt, kann es sein, dass die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung tragen. Hierzu ist es meist notwendig einen detaillierten Befundbericht zu schreiben, um die Krankenkassen von Ihrem Leidensweg in Kenntnis zusetzten. Die genauen Umstände werden wir Ihnen gerne im Beratungsgespräch erläutern.

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Auf einen Blick

Dauer des Eingriffs: je nach Fettmenge

Narkoseart: in der Regel Vollnarkose

Klinikaufenthalt: wird je nach Umfang empfohlen

Vor dem Eingriff: Nüchternheit vor Operationstag, keine blutverdünnenden Medikamente

Nach dem Eingriff: Heilungsprozess ca. 4-6 Wochen

Kosten: variabel, richtet sich nach Umfang der Fettabsaugung

Narbenbildung: Narben sind unauffällig

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Unsere Behandlung ist bereits in der Presse gewesen – MAZ-Online:

MAZ-Online-Artikel Lipödem